Rega-Einsatz in Balsthal SO – Giftige Schlange beisst Kletterer im Kanton Solothurn

- Am Montag hat die Rettungsflugwacht Rega einen 35-jährigen Kletterer gerettet.
- Er ist in der Region Balsthal SO von einer giftigen Schlange gebissen worden.
- Da die Hand rasch anschwoll, musste er ins Spital.
- Für die Rettung im steilen Gelände war die Rega nötig, die den Mann ins Inselspital Bern geflogen hat.
«Nach Rücksprache mit dem Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrum flog die Crew den Patienten ins Inselspital Bern, wo ein geeignetes Gegengift verfügbar ist», teilt die Rega mit.
Bei der Schlange handle es sich vermutlich um eine Aspisviper, die in der Region heimisch ist. Es ist eine von zwei giftigen Schlangen in der Schweiz. Die andere ist die Kreuzotter.
Der 35-jährige Kletterer war mit einem Begleiter im Gebiet Balsthal unterwegs. Die Schlange biss den Mann, als er mit dem Seil im Gelände unterwegs war. Nach dem Schlangenbiss alarmierten die beiden die kantonale Sanitätsnotrufzentrale 144.
Die Notrufzentrale forderte die Rega-Rettung an, weil die beiden Männer in einem schwer zugänglichen Gelände am Klettern waren. Auch ein Rettungsspezialist der Alpinen Rettung Schweiz war im Einsatz, teilt die Rega mit.
Fakten zur Aspisviper
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- Giftig sind in der Schweiz Kreuzotter und Apsisviper.
- Häufig werden Aspisviper und Kreuzotter mit harmlosen, ungiftigen Arten wie der Glattnatter oder der Würfelnatter verwechselt.
- Die Aspisviper (Vipera aspis) ist über den ganzen Alpenraum bis zu den Pyrenäen und nach Süditalien hin verbreitet.
- Unterformen sind die Jura-, die Alpen- und die Rediviper, die sich in der Kopfform und in der Farbe leicht unterscheiden.
- In der Schweiz findet sich die Viper bis gegen 2500 Meter über Meer.
- Der Giftapparat einer Aspisviper ist die Giftdrüse; sie ist schräg hinter dem Auge in den Oberkiefermuskeln eingebettet.
(Quelle Schweizer Alpenclub SAC)
Harmlos sind Schlangenbisse der Aspisviper nicht. Es braucht nach einem Biss meist medizinische Betreuung. Aber: Schlangenbisse sind in der Schweiz selten und verlaufen nur in Ausnahmefällen tödlich. Die Nationale Koordinationsstelle Amphibien (Karch) zählte zwischen 1983 und 1995 insgesamt 103 Fälle, davon 14 mit Komplikationen. Seit 1960 endete nur ein Biss einer einheimischen Giftschlange tödlich.
Zudem sind die wenigsten Schlangenarten in der Schweiz giftig: «Die meisten einheimischen Schlangen sind ungiftig. Die sechs in der Schweiz heimischen Natternarten sind für den Menschen absolut ungefährlich», heisst es beim Schweizer Alpenclub SAC.
Regionaljournal Aargau Solothurn, 15.9.2026, 12:03 Uhr ; buec;fise;rama
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