Jetzt reagiert Selenski – und stellt eine Bedingung

Trump fordert Neuwahlen in der Ukraine
Jetzt reagiert Selenski – und stellt eine Bedingung
Wolodimir Selenski wehrt sich gegen die scharfe Kritik von Donald Trump. Im US-Fernsehen bietet der ukrainische Präsident nun einen Deal an – und nennt eine klare Bedingung für Neuwahlen.
Publiziert: vor 20 Minuten
Natalie ZumkellerRedaktorin News
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski verteidigt die Angriffe auf russische Ölraffinerien. In einem Interview mit dem US-Sender ABC News macht er klar: Die Attacken sind die direkte Antwort auf Russlands Zerstörung der ukrainischen Energieinfrastruktur.
Damit reagiert Selenski auf Trumps Vorwürfe. Der US-Präsident hatte ihn am Samstag scharf kritisiert. Trumps Vorwurf: Selenski wolle den Krieg gar nicht beenden. Zudem würden die Angriffe auf die russischen Raffinerien die globalen Dieselpreise in die Höhe treiben. «Wir haben gesagt, sie können mit Russland machen, was sie wollen, aber keine Raffinerien angreifen, weil das ein globales Problem verursacht», sagte Trump laut ABC News. «Und was macht er? Er greift Raffinerien an.»
60 Tage Waffenstillstand für Neuwahlen
Selenski kontert diese Vorwürfe nun direkt: «Ich habe es Präsident Trump und seinem Team mehrmals gesagt: Wir wollen Frieden, wir sind bereit für einen Waffenstillstand, wir sind bereit, mit jeglichen Schritten zur Deeskalation zu beginnen», sagte er zu Moderator Jonathan Karl.
Er nahm Trump in die Pflicht: «Und wenn die Russen wollen, dass wir ihren Diesel, ihre Raffinerien und so weiter nicht angreifen, dann bitten wir Präsident Trump, ihnen ein Signal zu geben, die Energieinfrastruktur der Ukraine nicht anzugreifen.»
Der Ukrainer bot einen direkten Kompromiss an: «Hört auf, uns anzugreifen. Hört auf, unsere Kinder zu töten. Wir werden aufhören, eure Diesel anzugreifen. Und ich denke, das ist ein fairer Deal.»
Zudem zeigte sich Selenski offen für Wahlen in der Ukraine – unter einer Bedingung: Russland muss sich an einen 60-tägigen Waffenstillstand halten. «Es liegt an den Ukrainern, ihre Führung zu wählen», so der Präsident.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.