AC-Speicher fürs Balkonkraftwerk: Marstek Venus E Mini überzeugt im Test
Der kompakte AC-Speicher ergänzt bestehende Balkonkraftwerke ohne Umbau. Im Test überzeugt das Konzept mit guter Regelung und starkem Backup-Ausgang.
Der Marstek Venus E Mini folgt einem ebenso einfachen wie schlüssigen Konzept: Er ergänzt eine bereits vorhandene PV-Anlage um einen sehr kompakten Speicher, ohne dass Solarmodule oder Wechselrichter umgebaut werden müssen. Gerade für Besitzer eines Balkonkraftwerks ist das interessant, wenn tagsüber erzeugter Überschussstrom auch am Abend und in der Nacht zur Verfügung stehen soll.
Anders als DC-gekoppelte Balkonspeicher besitzt der Venus E Mini weder PV-Eingänge noch MPPT-Laderegler. Er arbeitet ausschließlich auf der AC-Seite des Hausnetzes. Ein kompatibles Smart Meter erfasst am Netzanschlusspunkt, ob gerade Solarstrom übrig ist oder Strom bezogen wird. Bei Überschuss lädt der Speicher, bei Netzbezug gibt er Energie ins Hausnetz ab. Welche PV-Wechselrichter den Strom erzeugen, spielt dafür weitgehend keine Rolle.
Besonders passend erscheint das System für ein klassisches Balkonkraftwerk mit 800 VA Wechselrichterleistung oder für Anlagen mit beispielsweise vier 500-W-Modulen und 2000 Wp. Dabei muss man zwischen Modulleistung und AC-Ausgangsleistung unterscheiden: Sind die 2000 Wp an einen auf 800 VA begrenzten Wechselrichter angeschlossen, stehen dem Speicher darüber nicht mehr als 800 W Solarleistung zur Verfügung, abzüglich des gleichzeitigen Haushaltsverbrauchs. Über viele Sonnenstunden lässt sich trotzdem meist eine nennenswerte Energiemenge speichern.
Mit rund 2 kWh Nennkapazität richtet sich der Venus E Mini besonders an kleinere Haushalte mit überschaubarem Nachtverbrauch. Für große Dach-PV-Anlagen und hohe nächtliche Lasten wäre eher ein größeres System sinnvoll. Der Preis für die unkomplizierte AC-Nachrüstung sind zusätzliche Wandlungen: Solarstrom wird vom vorhandenen PV-Wechselrichter zunächst zu AC, im Speicher wieder zu DC und bei der Entladung erneut zu AC. Das kostet Wirkungsgrad.
Bilder: Marstek Venus E Mini
Marstek Venus E: Günstiger AC-Speicher mit gut 2 kWh und Notstromsteckdose mit 1,5 kW
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Marstek Venus E: Günstiger AC-Speicher mit gut 2 kWh und Notstromsteckdose mit 1,5 kW
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Marstek Venus E: Günstiger AC-Speicher mit gut 2 kWh und Notstromsteckdose mit 1,5 kW
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Die Marstek-App erlaubt eine einfache Steuerung des Venus Mini E und liefert Daten zum Betriebsgeschehen.
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Die Marstek-App erlaubt eine einfache Steuerung des Venus Mini E und liefert Daten zum Betriebsgeschehen.
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Die Marstek-App erlaubt eine einfache Steuerung des Venus Mini E und liefert Daten zum Betriebsgeschehen.
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Die Marstek-App erlaubt eine einfache Steuerung des Venus Mini E und liefert Daten zum Betriebsgeschehen.
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Die Integration in Home Assistant liefert umfangreiche Telemetrie und Moduswechsel funktionieren bereits lokal. Für eine vollständige Home-Assistant-/HEMS-Regelung muss die Leistungssteuerung noch zuverlässiger werden.
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Die Integration in Home Assistant liefert umfangreiche Telemetrie und Moduswechsel funktionieren bereits lokal. Für eine vollständige Home-Assistant-/HEMS-Regelung muss die Leistungssteuerung noch zuverlässiger werden.
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Die Integration in Home Assistant liefert umfangreiche Telemetrie und Moduswechsel funktionieren bereits lokal. Für eine vollständige Home-Assistant-/HEMS-Regelung muss die Leistungssteuerung noch zuverlässiger werden.
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Schickes, flaches Gehäuse mit Wandhalterung
Das schlichte Design gefällt: Der Speicher lässt sich nahezu überall und unauffällig unterbringen, beispielsweise in einem Hauswirtschaftsraum, einer Garage oder einer geeigneten Ecke. Mit 386 × 450 × 105 mm ist das Gehäuse besonders flach und wiegt ca. 22 kg. Deshalb sollte es gegen Umkippen gesichert werden. Eine Montageschiene zur Befestigung an einer tragfähigen Wand liegt bei.
Marstek nennt IP65, Schutzklasse I und einen Betriebstemperaturbereich von −20 bis +60 °C. WLAN und Bluetooth sind integriert, die passive Kühlung macht das Gerät praktisch geräuschlos. Neben dem Netzanschluss gibt es eine separate Backup-Steckdose.
Bei einer früheren Volllastmessung erwärmte sich die obere Gehäuserückseite auf knapp 70 °C. Das ist die Gehäuseoberfläche im Bereich des Wechselrichters, nicht die Zelltemperatur. Daraus allein lässt sich keine Ursache der später beobachteten Leistungsbegrenzung ableiten. Der Speicher sollte jedoch so aufgestellt werden, dass die Luft frei zirkulieren und Wärme gut abgeführt werden kann.
Einrichtung, WLAN und Smart Meter
Die Inbetriebnahme funktionierte bei uns problemlos. Nach dem elektrischen Anschluss wird der Speicher in der Marstek-App als neues Gerät hinzugefügt, mit dem heimischen WLAN verbunden und eingerichtet. Anschließend stehen Ladezustand, Betriebsmodus und die Grundeinstellungen zur Verfügung. Größere Schwierigkeiten bei der Kopplung oder gravierende Verbindungsprobleme beobachteten wir nicht.
Für die automatische Eigenverbrauchsregelung ist zusätzlich ein kompatibles Smart Meter erforderlich. Im Test nutzten wir einen Shelly Pro 3EM am Netzanschlusspunkt. Seine Einbindung in die Marstek-App funktionierte direkt. Der Shelly erfasst die Leistungen aller drei Phasen und ermöglicht damit eine saldierte Regelung des gesamten Haushalts, obwohl der Venus E Mini selbst einphasig angeschlossen ist. Marstek führt neben eigenen CT-Lösungen weitere Messsysteme als kompatibel auf. Wir können hier nur die tatsächlich getestete Kombination mit dem Shelly Pro 3EM bewerten.
Die Marstek-App erlaubt eine einfache Steuerung des Venus Mini E und liefert Daten zum Betriebsgeschehen. heise bestenlisten
App und vier Betriebsmodi
Die Marstek-App zeigt SoC, gespeicherte Energie, Lade- und Entladeleistung, Energiebilanzen und Betriebsmodus. Sie lässt sich leicht bedienen; wichtige Einstellungen sind ohne großen Aufwand erreichbar. Die Entladetiefe ist anpassbar und bietet einen Maximalwert von 90 Prozent einstellen; wer mehr Akkureserve für den Backup-Betrieb behalten will, wählt einen geringeren Wert.
Für unterschiedliche Einsatzzwecke gibt es vier Modi. Self Consumption nutzt den vom Smart Meter ermittelten PV-Überschuss automatisch zum Laden und gleicht später Hausverbrauch aus. Das ist der wichtigste Modus für Balkonkraftwerke und unser Schwerpunkt im Praxistest. Manual erlaubt Lade- und Entladevorgaben anhand fester Zeitpläne. AI Optimization soll nach Herstellerangaben Strompreise, Verbrauch und Solarprognosen berücksichtigen; der Modus ist verfügbar, wir konnten ihn mangels dynamischen Stromtarif jedoch nicht testen. Der UPS-Modus lädt den Akku bei vorhandener Netzversorgung auf 100 % SoC und hält ihn für einen Stromausfall bereit. Dafür nutzt er die eingestellte maximale Ladefreigabe von 800 oder 1500 W. Bei Netzausfall übernimmt der Backup-Ausgang die Versorgung angeschlossener Geräte.
Während der Testphase kamen per Firmware neue Möglichkeiten hinzu, darunter der UPS-Modus, die Local API und getrennte Lade-/Entladegrenzen. Der aktuelle Geräte-Firmwarestand ist V301, der Updatehinweis nennt zusätzlich INV_V270. Der Funktionsumfang ist damit deutlich vollständiger geworden als zu Beginn des Tests.
Marstek Venus E: Günstiger AC-Speicher mit gut 2 kWh und Notstromsteckdose (Backup) mit 1,5 kW heise bestenlisten
Akku: 2,01 kWh nominell, maximal 1,81 kWh freigegeben
Im Venus E Mini arbeitet ein LFP-Akku mit 2009,6 Wh Nennkapazität. Bei maximal 90 Prozent Entladetiefe bleiben zehn Prozent Reserve; rechnerisch ergibt das ein freigegebenes Batteriefenster von 1808,6 Wh, also rund 1,81 kWh. Wie viel davon tatsächlich als Wechselstrom zur Verfügung steht, hängt zusätzlich von den Wandlungsverlusten ab.
Marstek nennt für das Modell eine zehnjährige Garantie und eine Zyklenfestigkeit von mehr als 10.000 Zyklen bei 25 °C. Beides sind Herstellerangaben, die wir im zeitlich begrenzten Test nicht überprüfen konnten.
Wirkungsgrad: drei Energiezähler, mehrere Vollzyklen
Wir haben mehrere vollständige Lade- und Entladevorgänge durchgeführt und die AC-Energie gleichzeitig mit Shelly Plug S Gen3, Zigbee Smart Socket und Tasmota/Refoss P11 erfasst. Drei hintereinander geschaltete Zähler ersetzen keinen kalibrierten Labor-Power-Analyzer, ermöglichen aber einen Plausibilitätsvergleich. Ihre Ergebnisse lagen bei den vollständigen Durchgängen typischerweise etwa 0,05 bis 0,07 kWh auseinander; auch die Wiederholbarkeit war gut.
Drei vollständige Ladungen mit eingestellten 800 W benötigten im Mittel rund 2,06 kWh AC-Energie. Drei Entladungen mit 800 W lieferten rund 1,67 kWh, zwei Entladungen mit 200 W rund 1,65 kWh zurück. Damit stehen praktisch etwa 1,65 bis 1,67 kWh nutzbare AC-Energie zur Verfügung. Vom rechnerisch freigegebenen Batteriefenster kommen folglich etwa 91 bis 93 Prozent am AC-Ausgang an.
Für den gesamten Weg AC → Akku → AC ergeben sich aus den Serienmitteln 81,2 Prozent bei 800 W Laden und 800 W Entladen sowie 79,8 Prozent bei 800 W Laden und 200 W Entladen. Die Werte beruhen auf wiederholten Lade- und Entladeserien, nicht auf streng paarweise zugeordneten Einzelzyklen. Rund 19 bis 20 Prozent der aufgenommenen Energie gehen über einen vollständigen Zyklus verloren. Marsteks Angabe von mehr als 88 Prozent für Batterie zu AC beschreibt einen anderen Teil des Energiepfads und ist mit unserem AC-Roundtrip nicht direkt vergleichbar.
Bei 800 W Aufnahme lädt das Gerät bis kurz vor 100 Prozent recht konstant. In der anschließenden, ungefähr drei Minuten dauernden Ladeendphase sinkt die Leistung stufenweise auf etwa 280 W und stoppt danach. Ob und wie viel davon tatsächlich auf aktives Zell-Balancing entfällt, lässt sich aus der AC-Kurve allein nicht bestimmen.
Entladeleistung und die 1500-W-Grenze
Bei eingestellten 200 und 800 W wurde die Ladeleistung vergleichsweise genau eingehalten. Beim Entladen lag sie etwas über der Vorgabe: Aus 200 W Soll wurden typischerweise 230 bis 240 W, aus 800 W Soll im Mittel etwa 835 W. Insgesamt arbeitete der Speicher in diesem Leistungsbereich gleichmäßig und reproduzierbar.
Bei der maximalen Einstellung sieht es anders aus. Mit neuestem Firmwarestand erreichen wir bei 1500 W Soll beim Laden nur rund 1,2 bis 1,3 kW und beim Entladen zwischen 1,1 und 1,35 kW. Das gilt bereits bei einem zuvor ausgeschalteten, kalten Gerät. Es gibt also kein anfängliches 1,5-kW-Plateau, das erst mit zunehmender Erwärmung abfällt. Die konkrete Ursache dieser Begrenzung bleibt unbekannt; eine erst im Laufe dieses Tests eintretende Erwärmung erklärt sie nicht.
Für die eigentliche Zielgruppe muss das kein entscheidender Nachteil sein: Ein 800-VA-Balkonkraftwerk liefert ohnehin weniger Überschuss, als die Ladeelektronik aufnehmen könnte. Die beworbenen 1,5 kW sollte man dennoch nicht als praktisch verfügbare Grid-Leistung einplanen.
Marstek Venus E: Schickes, flaches Gehäuse mit Wandhalterung heise bestenlisten
Getrennte Lade- und Entladegrenzen
Mit einer nachgereichten App-Funktion lassen sich Charge Power und Discharge Power unabhängig jeweils auf 800 oder 1500 W stellen. Die Kombination 1500 W Ladefreigabe bei 800 W Entladegrenze haben wir praktisch getestet; beide Vorgaben funktionieren getrennt voneinander. Auch damit bleibt die reale Ladeleistung bei ungefähr 1,2 bis 1,3 kW.
Die Unterscheidung ist zudem rechtlich wichtig: Beim Laden arbeitet der Speicher als Verbraucher. Die 800-VA-Grenze des vereinfachten Anschlussprozesses nach VDE-AR-N 4105 betrifft dagegen die maximale Wechselrichter-Scheinleistung. Eine App-Einstellung auf 800 W Entladung macht einen technisch weiterhin auf 1500 W umstellbaren Speicher nicht automatisch zu einem entsprechend eingestuften Kleinstspeicher. Auch die einschlägigen Installationsanforderungen sind unabhängig davon einzuhalten.
Kräftiger Backup-Ausgang und funktionierender UPS-Modus
Der separate Backup-Ausgang ist eine echte Stärke. Wir entluden den Speicher von 100 Prozent bis zur unteren Entladegrenze mit einer ohmschen Last. Der vollständige Test dauerte 1 Stunde und 7 Minuten. Währenddessen lieferte der Ausgang stabil etwa 1,46 bis 1,49 kW, insgesamt rund 1,63 kWh AC-Energie. Damit zeigt der Venus E Mini, dass Akku und Leistungselektronik knapp 1,5 kW grundsätzlich über einen ganzen Entladezyklus liefern können – auch wenn der netzgekoppelte Betrieb hinter dieser Leistung zurückbleibt.
Marstek gibt für den Backup-Ausgang 1,5 kVA Dauerleistung und eine kurzfristig höhere Überlastfähigkeit an. Im UPS-Modus trennten wir bei angeschlossenen IT-Geräten die Netzversorgung. Die Geräte arbeiteten ohne wahrnehmbaren Abbruch weiter. Eine exakte Umschaltzeit in Millisekunden haben wir nicht gemessen. Die Backup-Steckdose lässt sich nicht separat deaktivieren.
Shelly-Regelung: zuverlässig, mit kleinen Überschwingern
Im automatischen Eigenverbrauchsbetrieb zeichneten wir die Leistung des Venus E Mini und den saldierten Netzfluss des Haushalts mit dem Shelly Pro 3EM auf. Das Zusammenspiel funktionierte insgesamt sehr gut: Bei Solarüberschuss nahm der Speicher zuverlässig Energie auf, bei höherem Hausverbrauch speiste er entsprechend wieder ein. Überschüsse nutzte er bis zur tatsächlich verfügbaren Ladegrenze von ungefähr 1,2 bis 1,3 kW.
Bei weitgehend konstanten Lasten hält die Regelung den Netzfluss nach dem Einschwingen nahe 0 W, meist mit nur wenigen zehn Watt Bezug oder Einspeisung. Bei größeren Verbrauchs- oder Erzeugungssprüngen korrigiert der Speicher seine Leistung allerdings stufenweise und überschwingt gelegentlich auf die andere Seite, bevor er sich einpendelt. Ein erster kurzer Ausschlag ist wegen Mess- und Reaktionszeiten normal, die Dämpfung könnte dennoch feiner sein. Gravierende Funktionsprobleme traten im normalen Eigenverbrauchsbetrieb nicht auf.
Standby: 8,8 W am Netz, rund 12 W ohne Netz
Im normalen netzgebundenen Standby messen wir am Smart Plug 8,8 W, also rund 9 W. Der Ladezustand blieb dabei stabil; der Speicher deckte seinen Bereitschaftsbedarf aus dem Netz. Bei ganzjährig unveränderter Leistungsaufnahme wären das rechnerisch rund 77 kWh pro Jahr.
Bleibt das Gerät eingeschaltet, wird aber vom Netz getrennt, entnimmt es die Energie aus dem Akku. Über 20 Stunden und 13 Minuten sank der SoC von 53,6 auf 41,8 Prozent und die App-Energieanzeige von 1,08 auf 0,84 kWh. Die Differenz von 0,24 kWh entspricht 11,9 W mittlerem Akkuverbrauch; die Gegenrechnung über den SoC liefert rund 11,7 W.
Die Integration in Home Assistant liefert umfangreiche Telemetrie und Moduswechsel funktionieren bereits lokal. Für eine vollständige Home-Assistant-/HEMS-Regelung muss die Leistungssteuerung noch zuverlässiger werden. heise bestenlisten
Local API: viele Daten, aber noch keine freie Leistungssteuerung
Für Marstek existieren verschiedene Home-Assistant-Integrationen. Wir nutzen die unabhängige Community-Integration taurgis/has-marstek-local-api, die über Marsteks lokale Open API Rev 3.1 kommuniziert.
In Home Assistant sehen wir damit unter anderem SoC, Batteriestatus und -leistung, On-grid-/Off-grid- und Phasenleistungen sowie verschiedene Energiezähler. Dazu kommen Diagnosewerte wie Temperatur, Kapazität, Firmware und CT-Verbindung. Einstellungen für Depth of Discharge, Bluetooth Advertising und Panel LED sind ebenfalls vorhanden. Der DoD-Regler dieser Integration reicht von 30 bis 88 Prozent, während die Marstek-App bis 90 Prozent erlaubt.
Die lokale Umschaltung zwischen Automatic/Auto und Manual funktioniert. Über die Aktion marstek.set_passive_mode soll sich außerdem eine konkrete Lade- oder Entladeleistung für eine bestimmte Dauer setzen lassen. Bei unserem Test endete dieser Aufruf jedoch immer mit einem Request-Timeout. Eine zuverlässig nutzbare freie Leistungssteuerung konnten wir damit aktuell noch nicht erreichen.
Trotzdem ist die Local API ein Pluspunkt: Umfangreiche Telemetrie und Moduswechsel funktionieren bereits lokal. Für eine vollständige Home-Assistant-/HEMS-Regelung muss die Leistungssteuerung noch zuverlässiger werden. Eine direkt nutzbare lokale MQTT-Schnittstelle hat der Venus E Mini leider (noch?) nicht.
Preis
Aktuell listete Marstek den Venus E Mini im deutschen Shop für 569 statt 699 Euro. Bei Händlern ist der AC-Speicher ab 468 Euro erhältlich, das entspricht günstigen 233 Euro pro kWh.
Für diesen Preis erhält man ein kompaktes AC-System mit gut 2 kWh nomineller Kapazität, Smart-Meter-Einbindung und kräftigem Backup-Ausgang. Die rund 1,65 bis 1,67 kWh tatsächlich nutzbare AC-Energie sind der aussagekräftigere Maßstab als die reine Akkunennkapazität. DC-gekoppelte Balkonspeicher können Wandlungsstufen sparen, erfordern dafür aber Eingriffe in die PV-Verkabelung. Wer eine vorhandene Anlage unverändert lassen möchte, nutzt die besondere Stärke des Venus E Mini.
Wer einen leistungsstärkeren AC-Speicher sucht, kann zum Marstek Venus E (Testbericht) greifen. Dieser bietet eine Kapazität von 5,12 kWh und eine 2,5 kW starke Lade- und Entladeleistung.
Fazit
Der Marstek Venus E Mini ist für seinen Einsatzzweck ein sehr schlüssiges System: kompakt, optisch gelungen, einfach nachzurüsten und für Balkonkraftwerke passend dimensioniert. Die App-Einrichtung funktionierte problemlos, und die Eigenverbrauchsregelung mit Shelly Pro 3EM arbeitete im Alltag zuverlässig. Vor allem für kleinere Haushalte mit überschaubarem Nachtverbrauch sind gut 2 kWh Nennkapazität eine sinnvolle Größenordnung.
Die wiederholten Messungen ergaben 1,65 bis 1,67 kWh nutzbare AC-Energie bei rund 80 bis 81 Prozent Roundtrip-Wirkungsgrad, auch bei 200 W Entladung, was recht ordentlich ist. Der Standby-Verbrauch liegt mit 8,8 W trotz dauerhaft aktivierter Backup-Steckdose absolut im Rahmen. Positiv überraschten der stabile Backup-Port-Vollzyklus mit knapp 1,5 kW und der praktisch funktionierende UPS-Modus. Auch die Local API stellt bereits zahlreiche Daten für Home Assistant bereit, wenngleich die freie Leistungssteuerung noch nicht funktioniert hat.
Die größte Einschränkung bleibt die maximale Grid-Leistung: Statt 1,5 kW erreichte unser Gerät auch kalt nur etwa 1,2 bis 1,3 kW beim Laden und bis rund 1,35 kW beim Entladen. Im typischen Betrieb an einem kleineren Balkonkraftwerk ist das aber selten ausschlaggebend. Relevanter sind die etwa 20 Prozent Wandlungsverluste und die noch etwas grobe Reaktion auf größere Lastwechsel.
Schlussendlich überzeugt der Venus E Mini durch seine unkomplizierte AC-Nachrüstung, das platzsparende Design und die zuverlässige Grundfunktion. Wer ein vorhandenes Balkonkraftwerk ergänzen möchte, ohne dessen Wechselrichter oder Modulverkabelung anzutasten, erhält ein sinnvoll dimensioniertes, vergleichsweise günstiges Speichersystem mit erfreulich starkem Backup-Ausgang.
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