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Wednesday, November 4, 2026

Hintergründe unklar – Hackerangriff auf Kühlsysteme: Blutbanken in Frankreich betroffen

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  • Hacker manipulierten die Kühltechnik des französischen Blutspendedienstes EFS.
  • Alarmsysteme und schnelles Eingreifen schützten die lebenswichtigen Blutkonserven.
  • Der Vorfall ist Teil einer Serie von Cyberattacken auf gewerbliche Kühlanlagen.

In Frankreich hat eine gezielte Cyberattacke auf vernetzte Kühlsysteme kritische Infrastrukturen des Gesundheitswesens getroffen. Wie das französische Gesundheitsministerium mitteilte, gerieten mehrere regionale Einrichtungen des staatlichen Blutspendedienstes Établissement français du sang (EFS) ins Visier unbekannter Hacker. Die Angreifer nahmen gezielt Überwachungs- und Kontrollsysteme in Kühlräumen ins Visier.

Mehrere Blutbeutel mit Etiketten liegen in einem Behälter.
Legende: Lebenswichtige Reserven gesichert: Die tiefgekühlten Blutkonserven des EFS blieben dank schnellem Eingreifen unversehrt. Keystone/ APA/HELMUT FOHRINGER

Berichten zufolge drangen die Täter über den externen Dienstleister Coolworld in die Fernwartung ein. Dabei versuchten sie, die normalerweise auf minus 30 Grad Celsius eingestellten Kühlkammern massiv aufzuheizen – die Zieltemperatur wurde teils auf bis zu 110 Grad programmiert.

Dass es nicht zur Katastrophe kam und das gelagerte Blutplasma unbeschadet blieb, ist der bestehenden Überwachungstechnik und einer raschen Reaktion des Personals zu verdanken: Ein diensthabender Techniker bemerkte den nächtlichen Temperaturanstieg rechtzeitig und ergriff sofort Gegenmassnahmen. Die Situation sei inzwischen unter Kontrolle, hiess es aus Paris – nun wird genau analysiert, welche Schwachstellen ausgenutzt wurden.

Vorfälle in weiteren europäischen Ländern

Der Vorfall in Frankreich reiht sich in eine koordinierte Angriffswelle ein, die zeitgleich den europäischen Detailhandel erschüttert hat. In Ländern wie Deutschland, Schweden, Belgien und Irland manipulierten Kriminelle aus der Ferne die Kälteanlagen hunderter Supermärkte und Lebensmittelverarbeiter. Statt zu kühlen, schalteten die Systeme in Heiz- oder Abtaumodi mit Temperaturen von bis zu 50 Grad um. Die Folge: Unzählige Tonnen an tiefgekühlter Ware, Fleisch und Milchprodukten verdarben und mussten vernichtet werden, was Millionenschäden verursachte. In der Schweiz sind noch keine Cyberangriffe auf Kühlsysteme in Supermärkten bekannt.

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