Nati-Coach Yakin steht auf die Party-Bremse

Trotz Geburtstagskind und perfekter Bilanz
Nati-Coach Yakin steht auf die Party-Bremse
Die Schweiz siegt in Schottland 3:0 unter anderem dank Nico Elvedi, der das 2:0 erzielt und am Mittwoch seinen 30. Geburtstag feiert. Dennoch steht Nati-Trainer Murat Yakin auf die Partybremse – trotz des perfekten Starts in die Nations-League-Kampagne.
Publiziert: 08:22 Uhr
Aktualisiert: 08:26 Uhr
Christian FinkbeinerStv. Fussballchef
Zwei Spiele, sechs Punkte, 6:0 Tore und ein Treffer von Nico Elvedi, der um Mitternacht seinen 30. Geburtstag feiert. Die Nati hat Anlass, nach dem souveränen 3:0 gegen Schottland noch das Nachtleben von Glasgow etwas auszukundschaften. «Das ist eine gute Idee», sagt Michel Aebischer unmittelbar nach dem Spiel. Elvedi habe nach seinem Tor und aufgrund des anstehenden Geburtstags einen guten Grund, ein paar Runden auszugeben. «Das könnte eine etwas längere Nacht geben. Ein, zwei Bier gehen sicher», so der Mittelfeldspieler, der mit seinem Traumpass auf Dan Ndoye in der 8. Minute am Anfang des Schweizer Sieges steht.
Das Geburtstagskind selbst ist bereits während des Spiels in Feierlaune, schliesslich entscheidet er mit dem 2:0 in der 55. Minute das Spiel vorzeitig. Für den Zürcher ist es in seinem 75. Länderspiel erst der vierte Treffer, ein Grund mehr, um es etwas krachen zu lassen. «Mal sehen, was noch möglich ist. Ich hoffe, dass wir noch anstossen können und ich einen ausgeben kann», so der Leeds-Verteidiger.
Die Jungs wissen, um was es geht
Nati-Trainer Murat Yakin hat zwar nichts dagegen, dass seine Jungs auf den Erfolg und den Geburtstag anstossen – aber mit Mass. «Das eine oder andere Bier wird wohl schon noch getrunken werden», so Yakin. «Aber morgen ist früh Tagwache, dann steht die Rückreise an». Die Jungs wüssten, um was es ginge. «Sie sind sehr professionell und vernünftig.» Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort könne man immer etwas feiern. «Aber nicht heute Abend», so Yakin.
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Nati in Partylaune?«Es könnte eine längere Nacht geben»
Der Nati-Trainer steht auf die Party-Bremse – trotz des tollen Auftritts seines Teams. Während Yakins Gegenüber Sébastien Pocognoli von einer «frustrierenden Nacht» und dem «Worst-Case-Szenario» spricht, ist es für diesen wohl eines der inzwischen 67 Länderspiele als Nati-Trainer, das ihn am wenigsten Nerven gekostet hat. «Es gab sicherlich schon ungemütlichere Abende», so Yakin.
Und wie hatte Yakin früher als Nati-Spieler selbst gefeiert, will Blick von ihm zum Abschluss wissen. Der Basler überlegt lange, ehe er mit einem verschmitzten Lächeln sagt: «Wir waren vielleicht etwas cleverer.» Damals habe es aber auch noch kein Internet und keine Handys gegeben. Klar ist: Spätestens wenn die Nati den Wiederaufstieg in die Liga A geschafft hat, wird auch Yakin den Party-Befehl erteilen. Doch noch ist der Job nicht erledigt. Am Samstag wartet Slowenien, das mit vier Punkten auch gut in die Kampagne gestartet ist.
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