Ski-Dominator wieder fit – Odermatt: «Habe sonst schon weniger Trainings als Spezialisten»

«Odermatt verletzt»: Die Meldung vor einem Monat hatte die Schweizer Ski-Fans in kollektive Sorge versetzt. Am Montag beim ersten Medientermin vor der anstehenden Saison relativierte der betroffene Marco Odermatt: «Es war wirklich nur etwas ganz Kleines, eine Muskelfaserzerrung.» Hätte die Verletzung ihn nicht verspätet ins Trainingslager nach Chile reisen lassen, wäre es wohl gar keine Meldung wert gewesen, so der Nidwaldner.
«Die Verletzung ist ziemlich gut ausgeheilt, ich merke sie nur noch bei gewissen Dingen leicht. Die Trainingstage, die ich hatte, waren sehr gut», bilanziert Odermatt. Allerdings verpasste der Gesamtweltcupsieger der letzten 5 Saisons eine gute Woche Schnee-Training – und das ist nicht ganz ohne.
Ich bin kein Wetterbericht-Anschauer.
«Es hätte ein paar Einheiten mehr verkraften können», meint der Fast-Allrounder (3 von 4 Disziplinen). Denn Odermatt muss bekanntlich an Abfahrt, Super-G und Riesenslalom feilen, während sich viele andere Athleten auf eine oder zwei Disziplinen konzentrieren. «Ich habe sonst schon bei jeder Disziplin weniger Trainingstage als jeder Spezialist. Wenn dann noch weniger Zeit zur Verfügung steht ...»
Diavolezza oder Südtirol?
Am 25. Oktober steht mit dem Riesenslalom in Sölden traditionell der Saisonauftakt an. Odermatt hofft, die Wochen davor noch voll ausschöpfen zu können.
Die Wetteraussichten sehen allerdings eher nach Sommer als nach Winter aus, Schneetrainings dürften schwierig werden. «Ich bin kein Wetterbericht-Anschauer», so Odermatt. Das überlasse er lieber anderen – «die werden dann die richtigen Entscheidungen für uns treffen». Möglich seien ein paar letzte Vorbereitungstage in der Diavolezza im Bündnerland wie im letzten Jahr oder auch ein Ausflug ins Südtirol.
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