Laver Cup verliert an Glanz: Wird Federers Baby zum grossen Sorgenkind?
Laver Cup verliert an Glanz
Wird Federers Baby zum grossen Sorgenkind?
Von Freitag bis Sonntag kommts in London wieder zum Tennis-Vergleich zwischen Europa und dem Rest der Welt. Dem Laver Cup täte ein grosser Moment mal wieder gut.
Publiziert: vor 21 Minuten
Christian MüllerRedaktor Sport
Als der Laver Cup letztmals in London gastierte, erlebte er den grössten Moment seiner noch jungen Geschichte: Es war Roger Federers Abschiedsturnier. Der Schweizer spielte mit Dauerrivale Rafael Nadal zusammen im Doppel. Die anschliessenden Tränen gingen um die Welt.
Von jener Szene für die Ewigkeit ist der Laver Cup inzwischen weit entfernt. Seit Federers Rücktritt haben Nadal und auch Novak Djokovic nie mehr beim Vergleich zwischen Europa und dem Rest der Welt aufgeschlagen. Erinnerungswürdige Szenen sind Mangelware geworden.
Auch finanziell siehts nicht mehr so rosig aus wie auch schon: Nach Gewinnen in den Jahren, in denen Federer noch aktiv war, gabs 2023 und 2024 Verluste in Höhe von 1,8 und 1,5 Millionen Franken. Sorgen ums mittelfristige Überleben muss man sich nicht machen. Das Turnier ist durch die Organisatoren, bestehend aus Federers Managementfirma Team8, dem brasilianischen Geschäftsmann Jorge Lemann und dem australischen Tennisverband, gut abgesichert.
Kein Sinner, kein Shelton
Etwas mehr Strahlkraft würde aber guttun. Leider hat mit Ben Shelton das grösste Zugpferd des Teams Welt abgesagt. Der Amerikaner, der an den US Open bis in den Final gestürmt ist, legt eine Pause ein. Ebenfalls nicht dabei ist die Weltnummer 1 Jannik Sinner. Der Italiener pausiert seit dem gewonnenen Wimbledon-Final wegen einer Knieverletzung. Allerdings hat Sinner auch in den Jahren zuvor die Einladung zum Laver Cup nie angenommen. So sind Carlos Alcaraz und der frischgebackene US-Open-Sieger Alexander Zverev die grössten Namen, die von Freitag bis Sonntag aufschlagen.
Für Glanz rund ums Turnier werden einmal mehr die Legenden sorgen: Yannick Noah ist Captain des Teams Europa, Andre Agassi fürs Team Welt. Sie werden assistiert von Tim Henman sowie Patrick Rafter. Rund um die Trainings trat auch der 88-jährige Namensgeber Rod Laver in Erscheinung. Der grösste Star ist und bleibt aber Federer selbst. Der Mitinitiator besitzt neu in der O2-Arena sein eigenes Zimmer. Mit «The Roger Room» soll an die vielen grossen Momente erinnert werden, für die Federer während 45 Auftritten in Londons Sportpalast gesorgt hat.
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