UN-Generalversammlung: Iran-Delegation darf nach New York, aber Luxus nicht erlaubt

Mitten im Krieg erlauben die USA der iranischen Delegation die Reise nach New York zur UN‑Generalversammlung. Fürs Shopping gibt es strenge Auflagen.
Foto: Eduardo Munoz/reuters
dpa | Vertreter des Irans dürfen nach Angaben des US-Außenministeriums inmitten des Konflikts beider Länder zur Gipfelwoche der UN-Generalversammlung nach New York reisen. Eine „Kerndelegation des iranischen Regimes“ werde an der „hochrangigen Woche der UN-Generalversammlung“ teilnehmen können, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit.
Allerdings werde die Delegation Reisebeschränkungen unterliegen. Zudem sei ihr nach den geltenden US-Vorgaben der Kauf von Luxusgütern und anderen Waren untersagt.
Seit 2025 dürfen die iranische UN-Mission und ihre Mitglieder sowie iranische Regierungsvertreter, die für UN-Zwecke in die USA reisen, bestimmte Luxusgüter nur mit Genehmigung des US-Außenministeriums kaufen. Dazu zählen etwa Lederwaren, Uhren, Schmuck, Schuhe, Kosmetik, Parfüm oder Elektronik im Wert von mehr als 1.000 Dollar pro Gegenstand. Eine vorherige Genehmigung ist auch für Mitgliedschaften und Einkäufe bei Großhandelsketten wie Costco, Sam’s Club oder BJ’s erforderlich.
Abbas darf nicht einreisen
Die Delegation falle außerdem kleiner aus als im vergangenen Jahr, hieß es. Weitere Angaben dazu, wie groß die iranische Delegation sein wird oder welche konkreten Reisebeschränkungen gelten, machte das Außenministerium in der Mitteilung nicht. Die USA sind laut UN-Angaben als Gastgeberland der Vereinten Nationen grundsätzlich dazu verpflichtet, Delegationen den Zugang zu ermöglichen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas aber etwa hat die US-Regierung Berichten zufolge in diesem Jahr erneut eine Einreisegenehmigung verweigert.
In New York beginnt am kommenden Dienstag die UN-Generaldebatte, zu der Vertreter aus rund 140 Staaten erwartet werden. Neben US-Präsident Donald Trump werden auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron oder etwa der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa in New York erwartet.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar gemeinsam den Krieg gegen den Iran begonnen, der mit Gegenangriffen in der Region reagierte. Der Konflikt dauert nun schon fast sieben Monate an.
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