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Saturday, October 24, 2026

Nächste Unruhe für Mette-Marit: Ihr Bruder wird verklagt

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  • Espen Høiby (67), Bruder von Königin Mette-Marit, wird von 60 ehemaligen Flugschülern verklagt.
  • Die «Pilot Flight Academy» am Flughafen Torp ging pleite, rund 160 angehende Piloten verloren ihren Ausbildungsplatz.
  • Høibys Anwalt Kristoffer Aasebø weist die Vorwürfe zurück und nennt die Darstellung unrichtig.

Für die norwegische Königsfamilie kommt es derzeit Schlag auf Schlag. Nach dem Tod von König Harald V., der Lungentransplantation von Königin Mette-Marit (53) und dem Prozess gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby (29) sorgt nun ein weiteres Familienmitglied für Schlagzeilen.

Espen Høiby (67), der Bruder der Königin, wird von 60 ehemaligen Flugschülern verklagt. Das berichtet der norwegische Rundfunk NRK. Die Kläger werfen den Verantwortlichen der insolventen «Pilot Flight Academy» unter anderem vor, zu spät Insolvenz angemeldet zu haben.

Der Bruder von Mette-Marit wird von seinen Flugschülern verklagt. (Archivbild, 2001)

Der Bruder von Mette-Marit wird von seinen Flugschülern verklagt. (Archivbild, 2001)IMAGO/TT

Flugschüler verlieren Ausbildungsplatz und Geld

Die Flugschule am norwegischen Flughafen Torp meldete kurz nach dem Jahreswechsel Insolvenz an. Für rund 160 angehende Piloten bedeutete das das abrupte Ende ihrer Ausbildung. Auch etwa 40 Mitarbeitende verloren ihren Job.

Besonders bitter: Viele Schüler hatten ihre Ausbildungsgebühren von rund 250'000 norwegischen Kronen bereits im Voraus bezahlt. Das entspricht umgerechnet ungefähr 20'000 Franken. Mit der Pleite verloren sie ihr Geld.

Nun wollen 60 ehemalige Schüler Schadenersatz. Neben Høiby richtet sich die Klage auch gegen Per Mikael Eriksson, den langjährigen Geschäftsführer und früheren Verwaltungsratspräsidenten der Flugschule.

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Der Anwalt der Kläger, Sigurd Kambestad, erklärte gegenüber NRK, dass Høiby nach ihrem Verständnis derjenige gewesen sei, der die tatsächlichen Entscheidungen getroffen habe.

Anwalt von Mette-Marits Bruder wehrt sich

Høibys Anwalt Kristoffer Aasebø widerspricht den Vorwürfen entschieden. Gegenüber NRK erklärt er, dass es keine Grundlage gebe, seinen Mandanten in dieser Angelegenheit zu verklagen.

Høiby habe nie dem Verwaltungsrat der Flugschule angehört und das Unternehmen auch nicht gegenüber den Schülern vertreten. Der Anwalt bezeichnet die Darstellung der Kläger als unrichtig und unausgewogen.

Auch den früheren Verwaltungsratspräsidenten Eriksson nimmt Aasebø in Schutz. Dieser habe sich auf Informationen der Geschäftsführung sowie auf Zusagen der Eigentümer verlassen, weiteres Geld bereitzustellen.

Insolvenzverwalter äussert Betrugsverdacht

Bereits nach der Pleite hatte Insolvenzverwalter Kåre Jølberg einen kritischen Bericht vorgelegt und die Angelegenheit an die Polizei weitergeleitet. Gegenüber NRK erklärte er im Juni, dass die Flugschule deutlich früher hätte Insolvenz anmelden müssen. Zudem bestehe der Verdacht, dass die Verantwortlichen Informationen über die finanziellen Schwierigkeiten bewusst zurückgehalten hätten.

Ob die Polizei Ermittlungen aufnimmt, ist derzeit noch offen. Auch die Höhe der Schadenersatzforderungen ist bislang nicht bekannt.

Es ist nicht das erste juristische Problem von Mette-Marits Bruder. Er wurde 2003 wegen Körperverletzung verurteilt und musste eine Haftstrafe von 60 Tagen verbüssen.

Gina Sergi

Gina Sergi (gis), Jahrgang 1997, arbeitet seit März 2024 bei 20 Minuten. Sie ist seit September 2025 Ressortleiterin People.

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