Junge Schweizer Leichtathletin – Hirsbrunner führt die Langnauer Hürden-Tradition fort

Die Schweizer Leichtathletik-Delegation an den Olympischen Jugendspielen in der senegalesischen Hauptstadt Dakar besteht aus gerade einmal einer Person: Mina Hirsbrunner. Die 17-Jährige nimmt als einzige Schweizer Leichtathletin an den Nachwuchsspielen teil.
Die Emmentalerin wird über 400 m Hürden (8./9. November) antreten, was zu ihrer Spezialdisziplin geworden ist. Das überrascht nicht. Denn Hirsbrunner trainiert beim Sportklub Langnau, der mit Noemi Zbären und Lisa Urech schon in der Vergangenheit zwei prominente Hürdenläuferinnen hervorgebracht hat.
«In Langnau macht man schon von klein auf Hürden», erklärt Hirsbrunner. «Noemi Zbären und Lisa Urech sind sicher Vorbilder für mich. Es ist schon cool, wenn man im Verein voneinander lernen kann.» Die beiden sind zwar nicht mehr aktiv, aber dennoch im Verein involviert. Zbären habe auch schon Trainings geleitet.
Schweizer Rekordhalterin
Dass der Entscheid für die 400 m Hürden richtig war, bewies Hirsbrunners erstes Rennen über diese Distanz, die erst ab U18-Level bestritten wird. Direkt im ersten Rennen stellte die 17-Jährige nämlich einen neuen Schweizer U18-Rekord auf. In 58,11 Sekunden unterbot sie die vorherige Bestmarke von Yasmin Giger.
«Ich wusste, dass mir die Disziplin liegen wird. Aber dass ich direkt den Schweizer Rekord knacke, war schon überraschend», gibt Hirsbrunner zu. «Das hätte ich selber nicht gedacht.»
Medaille möglich?
Mittlerweile hat die Schülerin ihren Rekord sogar noch einmal verbessert. Auf 57,83 Sekunden an der U18-EM in Italien im vergangenen Juli. Das reichte zum Gewinn der Silbermedaille. Wie man an Grossanlässen überzeugt, weiss Hirsbrunner also bereits.
Nun stehen die Jugendspiele in Dakar an. Auf den ersten olympischen Anlass auf dem afrikanischen Kontinent freut sich die Hürdenläuferin sehr. Das sportliche Ziel? «Ich will sicher in den Final. Wenn alles perfekt läuft, liegt auch eine Medaille drin.»
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