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Wednesday, October 14, 2026

Entführungsalarm in Nürnberg: Pilot hatte sich wohl vertippt

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  • Der Entführungsalarm am Flughafen Nürnberg ist wohl auf einen Tippfehler zurückzuführen.
  • Der Pilot wollte einen Funkausfall melden, tippte aber den Code 7500 für eine Flugzeugentführung ein.
  • Die Polizei ermittelt nicht gegen ihn, weil er mutmasslich nicht absichtlich gehandelt hat.

Ein Tippfehler im Cockpit soll laut Polizei den Entführungsalarm und Grosseinsatz am süddeutschen Flughafen Nürnberg ausgelöst haben. Der Pilot der Maschine der türkischen Corendon Airlines habe nach aktuellen Ermittlungen einen Funkausfall melden wollen, aber versehentlich den Code für eine Flugzeugentführung eingetippt. Das sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Angaben der Polizei war zudem das Funkgerät der Boeing 737–800 defekt. Die Crew war nach dem Start auf der griechischen Insel Korfu deshalb nicht mehr zu erreichen. Statt des Codes für einen Funkausfall sendete der Transponder die 7500, das Signal für eine Entführung.

«Extrem hervorragende Leistung»

Wegen des Alarms waren am Dienstag in Nürnberg eine Verhandlungsgruppe, die für den Kontakt mit Entführern geschult ist, und das Unterstützungskommando (USK) der bayerischen Polizei im Einsatz. Bereits im kroatischen Luftraum hatten Militärflugzeuge die Maschine begleitet. Abfangjäger des österreichischen Bundesheeres wurden alarmiert. Im deutschen Luftraum eskortierten zwei Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 das Flugzeug bis Nürnberg.

Zwischen Notsignal und Landung sei den Einsatzkräften weniger als eine Stunde geblieben, um zu reagieren, sagte Petzold. «Es war schon eine extrem hervorragende Leistung.» Die Polizei sei in kürzester Zeit auf den schlimmsten Fall vorbereitet gewesen.

Dem Piloten sei der mutmassliche Fehler wohl nicht bewusst gewesen, sagte Polizeisprecher Michael Petzold. Ein einmal gesendeter Code könne nicht mehr zurückgenommen werden. Gegen den Piloten ermittle die Polizei aber nicht, da er mutmasslich nicht absichtlich gehandelt habe.

Simon Misteli

Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.

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