Magnin stoppt beim Comeback gegen GC Lausannes Talfahrt

Hoppers nach Führung zu passiv
Magnin stoppt beim Comeback gegen GC Lausannes Talfahrt
GC trifft in der ersten, Schlusslicht Lausanne dann in der zweiten Halbzeit. Das Kellerduell im Letzigrund endet mit einem 1:1.
Publiziert: 07.11.2026 um 22:34 Uhr
Die Schlüsselszene
Nachdem Lausanne fast eine Halbzeit lang angerannt ist, folgt in der 85. Minute die Erlösung. Eine einstudierte Freistossvariante sorgt für Verwirrung bei den Hoppers und so ist es der eingewechselte Seydou Traoré, der den 1:1-Ausgleich erzielt. Die Ersatzspieler können sich nicht mehr halten und herzen den Torschützen.
Das Spiel
2:09
GC-Goudmijn angefressen:«Zu behaupten, wir seien in einer Krise, ist verrückt»
Ludovic Magnin läutet seine zweite Amtszeit als Lausanne-Trainer mit einem 1:1 im Kellerduell mit GC ein. Womit der 47-Jährige mal eben die Talfahrt des Schlusslichts stoppt. Zuvor setzte es unter Magnin-Vorgänger Luka Elsner sechs Super-League-Pleiten in Serie ab.
Keine Frage, der Lausanner Punktgewinn nach einem 0:1-Rückstand im Letzigrund ist mehr als verdient. Hätten die Gäste nach dem Seitenwechsel aus ihren zahlreichen Top-Möglichkeiten nicht nur den einen Treffer zustande gebracht, würden sie sogar mit drei Zählern im Gepäck die Heimreise antreten.
GC muss sich vorwerfen lassen, nach der Führung in Passivität verfallen zu sein. So wartet Olaf Janssen weiter auf seinen ersten Meisterschaftssieg als Coach der Hoppers. Im vierten Ligaspiel resultiert unter ihm das dritte Remis.
Die Tore
29. Minute, Kenzo Goudmijn, 1:0. Krasniqis missglückter Volleyabschluss nach dem Zuspiel von Morandi wird zur idealen Vorlage für Goudmijn, der aus kurzer Distanz einschiebt. Auch Lee wäre einschussbereit gewesen. Wo war da die Lausanne-Abwehr?
85. Minute, Seydou Traoré, 1:1. Traoré lässt den Ball für Bah Mendes abtropfen und begibt sich anschliessend ins Zentrum. Dort erhält er die Kugel zurück und erzielt mit einem Direktabschluss den verdienten Ausgleich. GC-Goalie Hammel ist zwar noch dran, kann den Einschlag aber nicht verhindern.
Die Stimmen
Ludovic Magnin (Lausanne-Trainer gegenüber SRF): «GC kann sich fragen, wie es überhaupt einen Punkt gemacht hat. Wir waren die klar bessere Mannschaft. Die Leistung, die die Mannschaft gezeigt hat, macht Mut für die Zukunft. Andererseits ist es brutal frustrierend, wenn man solch eine Leistung zeigt und dermassen dominiert, dass man nicht drei Punkte holt. Wir haben mit 1:1 verloren.»
Olaf Janssen (GC-Trainer gegenüber SRF). «Der Weg ist lang – lang und schwer. Wir wissen alle, das wird ein Brett, die Klasse zu halten. Lausanne ist, von der Mannschaft und den Spielern her, alles andere als ein Tabellenletzter. Ich bin mir sicher, die werden noch einige Punkte holen.»
Der Beste
Justin Hammel rettet den Hoppers in der zweiten Hälfte gleich dreimal die Führung überragend. Kurz gibt es Verletzungssorgen um den Schlussmann, diese lösen sich aber schnell wieder auf.
Der Schlechteste
Lausannes Brandon Soppy vergisst beim Gegentor, dass er eigentlich Verteidiger ist und mit dem Stürmer mitgehen muss. Weil er dies nicht tut, stehen gleich zwei GC-Spieler komplett frei.
Das gab zu reden
Ludovic Magnin ist zurück an der Seitenlinie von Lausanne. Bei seiner Rückkehr gibt es immerhin ein Unentschieden. Immer wieder feuert er seine Spieler an und applaudiert bei guten Szenen. Ab und zu zeigt er aber auch seine feurige Seite – vor allem wenn Schiedsrichter Hüseyin Sanli nicht wie gewünscht pfeift.
Die Fans
Am Freitagabend fand im Letzigrund das Legenden-Spiel zwischen Ronaldinhos Team und demjenigen von Alessandro Del Piero statt. Das Stadion war ausverkauft. Am Samstag ist man davon weit entfernt. Gerade einmal 4206 Fans sind vor Ort. Darunter auch drei Cars aus Lausanne. Die Waadtländer Fans, die vergangene Woche noch durch wüste Szenen aufgefallen sind, haben eine klare Botschaft an die Klubführung. «Vetternwirtschaft, Verachtung und Respektlosigkeit. Henchoz-Chauvaz: Ihr habt eure letzten Trümpfe ausgespielt», heisst es auf einem grossen Banner. Etwas peinlich ist aber, dass sie den Namen von Chefscout Tony Chauvat falsch geschrieben haben ...
Die Schiris
Hüseyin Sanli lässt eine sehr grosszügige Linie laufen und zückt nur einmal – in der 96. Minute – Gelb. Bei den meisten Entscheidungen liegt er aber richtig und sorgt so dafür, dass der Spielfluss gewahrt ist.
So gehts weiter
Nach dem Duell mit dem Schlusslicht ist vor dem Spiel gegen den Spitzenreiter – allerdings misst sich GC aufgrund der anstehenden Nati-Pause erst am 21. November auswärts mit Lugano (18 Uhr). Lausanne wiederum trifft am 22. November zu Hause auf den ebenfalls im Tabellenkeller festklebenden Aufsteiger Vaduz (16.30 Uhr).
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 12 | 26 | 34 | |
2 | BSC Young Boys | 13 | 16 | 28 | |
3 | FC Sion | 13 | 11 | 26 | |
4 | FC Zürich | 12 | -1 | 20 | |
5 | FC St. Gallen | 12 | -3 | 19 | |
6 | Servette FC | 12 | 1 | 16 | |
7 | FC Basel | 12 | -4 | 14 | |
8 | FC Luzern | 13 | -7 | 13 | |
9 | FC Thun | 12 | -10 | 13 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 13 | -13 | 11 | |
11 | FC Vaduz | 13 | -5 | 10 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 13 | -11 | 7 |
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