«Eine tröstliche Vorstellung»: Reinhard Mey möchte neben seinem Sohn (†32) beigesetzt werden
«Eine tröstliche Vorstellung»
Reinhard Mey möchte neben seinem Sohn (†32) beigesetzt werden
Die Trauer um seinen Sohn wird Reinhard Mey bis in den Tod begleiten. Der Musiker spricht offen über seine «kindliche» Hoffnung, ihn eines Tages wieder zu sehen.
Publiziert: 24.09.2026 um 19:42 Uhr
Aktualisiert: 24.09.2026 um 19:43 Uhr
Darum gehts
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- Reinhard Mey (83) spricht über den Verlust seines Sohnes 2014.
- Er plant, unter demselben Baum wie sein Sohn begraben zu werden
- Mey veröffentlichte 2026 sein 30. Album «Schatzhauser» mit emotionalen Themen
Sophie OferRedaktorin People
Maximilian Mey starb 2014 nach einer verschleppten Lungenentzündung. Der Sohn von Reinhard Mey (83) wurde nur 32 Jahre alt. Bis heute begleitet den Musiker der tiefe Schmerz dieses Verlustes.
Im Gespräch mit der «Frankfurter Allgemeine Zeitung» findet Mey offene Worte über seinen Umgang mit der Trauer und die tröstliche Hoffnung, seinen Sohn nach seinem eigenen Tod wiederzusehen.
«Das Leben hat mich mit allem beschenkt»
Zwölf Jahre ist es her, dass sich Mey von seinem Sohn verabschieden musste. Seitdem lebt er mit der Trauer. Wenn Mey auf sein Leben zurückblickt, hält er fest: «Das Leben hat mich mit allem beschenkt, auch mit abgrundtiefem Schmerz.»
Der 83-Jährige hat in diesem Jahr sein 30. Studioalbum «Schatzhauser» aufgenommen. Das Album soll kein Abschied sein, auch wenn es in Teilen so klingt. «Ich wollte es nur schon mal gesagt haben, für den Fall, dass der Abschied kommt, dass nichts mehr übrig ist und nichts ungesagt ist», erklärt Mey.
Dass sich Mey über den Tod Gedanken macht, wird in seinen neuen Liedern deutlich: «Die kindliche Angst vor der Dunkelheit, die kindliche Angst vor der Nacht, die verlässt einen auch im neunten Lebensjahrzehnt nicht. Es wird sogar etwas stärker.»
«Es ist eine tröstliche Vorstellung»
Ob es ein Leben nach dem Tod gebe, wisse er nicht. «Ich bin bekennender Agnostiker, weil ich nicht weiss, wie es weitergeht.» Doch Mey hilft sich mit einer tröstlichen Vorstellung. «Ich sehe meine Eltern wieder, ich sehe meinen Sohn wieder. Ich sehe auch meinen Deutschlehrer, der mich hat sitzenbleiben lassen, und kann nun endlich sagen: Hier bitte, ich habe ein eigenes Reclam-Heft!» Es seien «kindliche Vorstellungen», doch sie könnten ihn «wärmen».
Dass er seinem Sohn im Tod nah sein möchte, zeigt Mey auch in anderer Hinsicht. Er habe bereits geplant, wo er beigesetzt werden möchte. «Unter einem Baum, wo schon mein Sohn liegt. Da ist noch Platz für den Rest der Familie. Es ist eine tröstliche Vorstellung.»
Er wisse, dass in den Gräbern nur Asche liegen wird, doch «man braucht solche Sachen, um sich daran festzuhalten. Und es kann nicht schaden.»
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