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Saturday, October 10, 2026

Vivien (14) stirbt bei Töffli-Unfall – Schwester bittet um Hilfe

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  • Bei einem Töffli-Unfall in Biesenthal (Brandenburg) starben am 7. Oktober vier Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren.
  • Ein 61-jähriger Autofahrer geriet beim Überholen auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal mit drei Mopeds zusammen.
  • Die ältere Schwester des jüngsten Opfers Vivien Rose (14) hat auf Gofundme über 50’000 Euro für eine würdige Beerdigung gesammelt.

Vier Jugendliche im Alter von 14, 15, 16 und 19 Jahren kamen am 7. Oktober bei einem schweren Verkehrsunfall im deutschen Biesenthal (Brandenburg) ums Leben. Das jüngste Opfer war die 14-jährige Vivien Rose. Nun hat ihre ältere Schwester Shirley auf Gofundme einen emotionalen Spendenaufruf gestartet, um dem Mädchen einen würdigen Abschied zu ermöglichen.

«Ich hätte niemals gedacht, dass ich einmal diese Zeilen schreiben muss», beginnt die Schwester ihren Aufruf. Ihre kleine Schwester sei viel zu früh aus dem Leben gerissen worden. «Sie hätte noch so viel erleben sollen. Ihren Schulabschluss machen, sich zum ersten Mal richtig verlieben, ihre Träume verwirklichen, erwachsen werden und irgendwann ihren eigenen Weg gehen», schreibt sie weiter.

Vier Jugendliche wollten zu McDonald’s

Der tödliche Unfall ereignete sich am Mittwochabend auf der Landstrasse 200. Vier Jugendliche waren mit ihren Simson-Töfflis auf dem Weg zu einer McDonald’s-Filiale im rund 13 Kilometer entfernten Bernau.

Ein 61-jähriger Autofahrer wollte mehrere Fahrzeuge überholen und geriet dabei auf die Gegenfahrbahn. Dort prallte er frontal mit drei Mopeds der Gruppe zusammen.

Drei junge Männer im Alter von 15, 16 und 19 Jahren sowie die 14-jährige Vivien Rose, die auf einem der Töffli mitfuhr, starben noch an der Unfallstelle. Ein weiterer Töfflifahrer konnte ausweichen und blieb unverletzt. Der Autofahrer wurde verletzt aus seinem brennenden Wagen gerettet und ins Spital gebracht.

«Ich kann sie nie wieder in den Arm nehmen»

Besonders schwer fällt es Viviens Schwester, sich eine Zukunft ohne Vivien vorzustellen.

«Ich kann nicht begreifen, dass ich meine kleine Schwester nie wieder in den Arm nehmen kann. Dass ich ihr Lachen nie wieder hören werde und wir keine neuen gemeinsamen Erinnerungen mehr schaffen können», schreibt sie in ihrem Spendenaufruf.

Die Familie möchte Vivien Rose einen würdigen Abschied ermöglichen. Dazu gehören eine Beerdigung mit Blumen, ein Grabstein und ein liebevoll gestalteter Ort, an dem die Angehörigen ihrer Tochter und Schwester gedenken können.

Mehr als 50’000 Euro gespendet

Um die Beerdigung finanzieren zu können, hat die ältere Schwester die Spendenkampagne gestartet. Stand Samstagmorgen sind mittlerweile mehr als 50'000 Euro zusammengekommen.

Auch am Unfallort zeigt sich die Trauer. Angehörige, Freunde und Anwohner haben Blumen und Kerzen niedergelegt. Einige brachen dort in Tränen aus, wie RTL berichtet.

«Für immer ein Teil von mir»

Die vier Todesopfer gehörten einem örtlichen Simson-Club an. Zwei Freunde, die ursprünglich ebenfalls mitfahren wollten, hatten an jenem Abend noch an ihren Töffli arbeiten müssen und waren deshalb nicht dabei.

Für Viviens Schwester bleibt trotz der grossen Unterstützung ein Verlust, den kein Geld wiedergutmachen kann. «Für meine kleine Schwester. Für immer geliebt. Für immer vermisst. Für immer ein Teil von mir», schreibt sie zum Abschluss ihres Spendenaufrufs.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Jonas Bucher

Jonas Bucher ist Blattmacher und stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks bei 20 Minuten. Er ist seit 25 Jahren in der Medienbranche tätig und 20 Minuten stets treu geblieben.

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