KI-Einsatz im US-Militär – Elon Musk entwickelt autonome Waffen mit dem Pentagon

- Elon Musk und Drohnen-Pionier Palmer Luckey leiten ein 120-tägiges Pentagon-Projekt zur Zukunft der Kriegsführung.
- Ein neues Vier-Sterne-Kommando soll Robotik und KI-gestützte Systeme im US-Militär massiv ausbauen.
- Das Ministerium streicht 20 Prozent der Spitzenposten, plant autarke Stützpunkte und setzt auf ein Krieger-Ethos.
Tech-Milliardär Elon Musk soll die künftige US-Kriegsführung mitgestalten. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte ein 120-Tage-Forschungsprojekt an, das unter anderem von Musk und Palmer Luckey, dem Gründer des Rüstungsunternehmens Anduril, angeführt wird.
Ziel sei es laut Hegseth, technologische Bereiche zu identifizieren und zu beherrschen, um die militärische Überlegenheit auf dem Schlachtfeld für kommende Jahrzehnte zu sichern.
Fokus auf KI, Roboter und autonome Waffensysteme
Im Zentrum stehen autonome Waffensysteme und künstliche Intelligenz, die ohne menschliches Eingreifen agieren können. Die Debatte darum hatte sich jüngst zugespitzt, als sich die KI-Firma Anthropic weigerte, ihre Technologie für Massenüberwachung und autonome Tötungswaffen freizugeben. Das Pentagon beharrte auf dem Recht zu jedem legalen Einsatz und erklärte Anthropic daraufhin zum Lieferketten-Risiko.
Musk treibt unterdessen eigene Entwicklungen voran: Neben dem Sprachmodell Grok forciert er beim Autobauer Tesla die Serienproduktion des humanoiden Roboters «Optimus» – per KI angetriebene Roboter gelten seit Langem als Schreckensszenario künftiger Schlachtfelder. Zur Verankerung der neuen Technologien kündigte Hegseth die Schaffung eines eigenen Vier-Sterne-Kommandos für autonome und robotergestützte Einheiten an.
Autarke Stützpunkte und neue Militärbasen
Die Tech-Offensive ist Teil eines tiefgreifenden Kurswechsels, den Hegseth bei einer Grundsatzrede im US-Bundesstaat Virginia verteidigte. Jede grössere Militärbasis soll künftig über eine eigene Stromversorgung verfügen, um im Fall von Sabotage oder Cyberangriffen auf das zivile Netz handlungsfähig zu bleiben. Zudem warb Hegseth um Bundesstaaten für den Neubau eines grossen Stützpunkts für bis zu 25'000 Soldaten.
Kahlschlag bei Spitzenposten und neues Krieger-Ethos
Gleichzeitig baut das Ministerium Führungsebene und Ausrichtung radikal um: Ein Fünftel aller Dienstposten für Admiräle und Generäle wird gestrichen. Seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 trieb Hegseth zudem den Ausschluss von Transmenschen sowie den Abbau von Diversitätsinitiativen voran.
Unter dem Motto «Die ideologischen Clowns sind raus, die patriotischen Cowboys sind drin» beschwor er eine kompromisslose Kriegermentalität – ein Kurs, der sich auch im Auftritt der Regierung widerspiegelt, die das Haus wieder als Kriegsministerium bezeichnet.
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