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Friday, October 23, 2026

Seit 22 Spielen unbesiegt – Wenn's läuft, dann läuft's: Bei Lugano geht aktuell alles auf

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Jubelnde Fussballspieler auf dem Spielfeld, tragen Sportkleidung.
Legende: Begeistern auch auf der internationalen Bühne Die Luganesi. Reuters/Susana Vera

Eine Handvoll geschossene Tore auswärts gegen einen Europacup-Vertreter aus LaLiga: Mattia Croci-Torti konnte es sich nach dem 5:2-Schlusspunkt von Kevin Behrens nicht verkneifen, diese ausserordentliche Leistung seiner Mannschaft mit einer entsprechenden Geste zu feiern.

Letzte Niederlage liegt über 5 Monate zurück

Lugano verblüfft nicht mehr «nur» national, die Tessiner imponieren auch über die Landesgrenze hinaus. «Lugano zerstört Getafe in 50 Minuten», titelte etwa die Madrider Sportzeitung AS. Mit dem Sieg am 2. Spieltag der Conference League blieben die «Bianconeri» auch im 20. Pflichtspiel der laufenden Saison ungeschlagen.

Saison-übergreifend umfasst die Serie ohne Niederlage 22 Partien. Letztmals mussten die Luganesi am 10. Mai als Verlierer vom Platz, als St. Gallen am 36. Super-League-Spieltag mit 2:1 gewann. Eine weitere Niederlage findet man in den letzten 29 Pflichtpartien von Lugano nicht.

Wie in einem Rausch

Der Auftritt am Donnerstag im Madrider Vorort Getafe war in vielerlei Hinsicht sinnbildlich für die gegenwärtige Verfassung der Tessiner:

  • Keine Panik: Bereits nach 70 Sekunden geriet Lugano beim vermeintlichen Favoriten in Rücklage. Der frühe Rückschlag hätte viele andere Teams aus der Fassung gebracht, nicht so das Croci-Torti-Team. Die Gäste reagierten im Stile eines absoluten Spitzenteams und machten innert 5 Minuten aus dem 0:1 ein 2:1.
  • Riesiges Selbstvertrauen: Die Treffer von Lugano zeugen von einer grossen Überzeugung in die eigene Stärke. Die ersten 4 Tore sind allesamt überlegt herausgespielt, vor allem das 3:1 durch Albian Ajeti könnte in den Junioren-Akademien als Beispiel für einen perfekt ausgeführten Konter Schule machen.
  • Eindrückliche Effizienz: Für ihre Tore benötigten die Luganesi nicht viele Chancen, besonders in der 2. Halbzeit. Nachdem Getafe den Ballbesitz in den ersten 5 Minuten nach Wiederanpfiff fast ausschliesslich für sich beanspruchte, erhöhte Uran Bislimi nach der gefühlt ersten Balleroberung eiskalt auf 4:1.
  • Nötiges Wettkampf-Glück: Zur Wahrheit gehört auch, dass Lugano dieses Spiel in 9 von 10 Fällen nicht derart klar gewinnt. Nach der Pause erspielte sich Getafe zuweilen Torchancen im Minutentakt und hätte durchaus nochmals näher herankommen können. Doch während die Spanier aus 2,16 Expected Goals in der 2. Halbzeit nur 1 effektives Tor zustande brachten, waren es auf Seiten des Schweizer Vertreters 2 Tore aus nur 0,51 erwartbaren Treffern.

Europacup-Duell in der Super League

Bekanntlich endet jede Serie irgendwann einmal. Lugano allerdings erweckt nicht den Anschein, als würde es bald einbrechen. Zudem verfügt Croci-Torti über eine Kaderbreite, bei der so manch Super-League-Klub neidisch rüberschaut. Eine Trendwende deutet sich nicht an.

Am Sonntag steht für Lugano die nächste Prüfung an, dann gastiert der Überflieger der laufenden beim Überflieger der vergangenen Saison. Und die Frage lautet: Kann ausgerechnet das taumelnde Thun die Serie der Luganesi stoppen?

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