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Tuesday, October 20, 2026

Betrüger erbeuten als falsche Polizisten in der Schweiz Millionen

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So funktioniert die Masche

Betrüger erbeuten als falsche Polizisten in der Schweiz Millionen

Sie geben sich als Polizisten oder Bankangestellte aus und setzen Opfer unter Druck. Telefonbetrüger verursachen in der Waadt Millionenschäden, in St. Gallen ist der Schaden 2026 schon höher als im Vorjahr.

Publiziert: 19.10.2026 um 19:23 Uhr

  • Im Kanton Waadt erbeuteten falsche Polizisten mit Telefonbetrug rund sieben Millionen Franken
  • Die Täter verunsichern Opfer am Telefon und lassen Bargeld oder Wertsachen durch Komplizen abholen
  • St. Gallen registriert jährlich über 700 Telefonbetrugsfälle, 2026 über 2,5 Millionen Franken Schaden
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Pauline BouillonRedaktorin News Desk

Im Kanton Waadt haben Betrüger mit einer fiesen Masche Millionen erbeutet. Die Täter geben sich am Telefon als Polizisten aus und behaupten etwa, dass das Geld ihrer Opfer nicht mehr sicher sei oder die Polizei Ermittlungen durchführe. Unter diesem Vorwand bringen sie die Betroffenen dazu, Bargeld und Wertsachen bereitzustellen oder diese einem vermeintlichen Polizisten zur Abholung zu übergeben.

Dabei setzen die Kriminellen gezielt auf Verunsicherung und Zeitdruck – und nutzen das Vertrauen in die Polizei schamlos aus. Der Schaden im Kanton Waadt beläuft sich auf sieben Millionen Franken. Doch wie verbreitet ist die Masche in der Schweiz? Eine Einordnung zeigt: Nicht nur Waadt ist betroffen.

Beunruhigende Zahlen aus St. Gallen

Wie die Kantonspolizei St. Gallen auf Anfrage mitteilt, gehen dort jährlich mehr als 700 registrierte Fälle von Telefonbetrug ein. Rund 30 Prozent davon entfallen auf falsche Polizistinnen und Polizisten, etwa 60 Prozent auf angebliche Bankmitarbeitende. Die restlichen zehn Prozent gehen auf andere falsche Identitäten zurück.

Wie hoch der Schaden ausfällt, zeigen die Zahlen: 2025 wurden bei der Kapo St. Gallen Deliktsummen von rund 1,2 Millionen Franken angezeigt. Im laufenden Jahr 2026 waren es bis zum Zeitpunkt der Auskunft bereits über 2,5 Millionen Franken. Häufig liegen die Schadenssummen im mittleren fünfstelligen Bereich, in einzelnen Fällen sogar im sechsstelligen.

Laut der Polizei sind die Personen am Telefon meist nicht diejenigen, die später das Geld oder die Wertsachen abholen. «Anrufende beherrschen in der Regel sehr gutes Deutsch oder sogar Schweizer Dialekt. Die Abholenden hingegen stammen oft aus dem Ausland», so die Kapo.

So schützt du dich

Die Berner Polizei verzeichnet ebenfalls immer wieder Betrugsmeldungen. Das empfiehlt sie zum Schutz vor den fiesen Tricks:

  • Sei misstrauisch, wenn dich Unbekannte dazu bringen wollen, Bargeld abzuheben, zu bezahlen oder Geld und Wertsachen zu übergeben oder zu hinterlegen.
  • Beende ein verdächtiges Telefongespräch sofort, leg auf und melde den Anruf der Polizei.
  • Gib am Telefon keine persönlichen Daten, Passwörter oder Informationen zu deinen finanziellen Verhältnissen preis.
  • Sprich mit älteren Menschen in deinem Umfeld darüber und gib die Warnung weiter.
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