Seuche wütet: 1500 Schweine werden getötet

- In 20 Zucht- und 40 Mastbetrieben in mehreren Kantonen ist die Lungenkrankheit enzootische Pneumonie ausgebrochen.
- Rund 1500 Zuchtschweine und ihre Ferkel sollen bis zum 2. Oktober geschlachtet oder getötet werden.
- Für Menschen und Konsumenten besteht laut den Behörden keine Gefahr.
In 20 Zuchtbetrieben in sechs Kantonen sowie 40 Mastbetrieben in 14 Kantonen ist die Lungenkrankheit enzootische Pneumonie ausgebrochen, wie SRF unter Berufung auf eine Mitteilung des Luzerner Kantonstierarztes berichtet. Von den angeordneten Massnahmen sind rund 1500 Zuchtschweine und deren Ferkel betroffen. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich.
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«Die Tiere werden – wenn möglich – geschlachtet», sagt der Luzerner Kantonstierarzt Martin Brügger gegenüber SRF. «Wenn dies nicht möglich ist, werden die Schweine tierschutzkonform getötet.» Die betroffenen Zuchtbetriebe sollen bis zum 2. Oktober geräumt werden. Anschliessend werden die Stallungen gereinigt und desinfiziert.
Damit soll die Verbreitung eingedämmt werden
Durch das Räumen der Betriebe wollen die Behörden verhindern, dass der Erreger von weiteren Tieren aufgenommen und weitergetragen wird. Zuchtbetriebe sind in Bern, Luzern, Solothurn, Schwyz, Thurgau und Waadt betroffen. Deutlich weiter verbreitet sind die betroffenen Mastbetriebe: Sie liegen in Aargau, Bern, Basel-Landschaft, Graubünden, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schwyz, Thurgau, Waadt, Wallis und Zug.
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Ob auch Betriebe ausserhalb des betroffenen Schweinerings beteiligt sind, könne derzeit nicht ausgeschlossen werden. Entsprechende Abklärungen seien im Gang. Für die betroffenen Zuchtbetriebe wurde zudem bis auf Weiteres eine Sperrung verhängt. Damit werden keine Tiere mehr zwischen den einzelnen Betrieben ausgetauscht.
Keine Gefahr für Konsumenten
Bereits vor elf Jahren kam es in der Ostschweiz zu einem ähnlichen Fall. Wie der damalige St. Galler Kantonstierarzt Albert Fritsche gegenüber 20 Minuten erklärte, kann die Lungenkrankheit auf verschiedene Arten übertragen werden. «Hauptübertragungsweg ist der direkte Kontakt zwischen Tieren, aber auch die indirekte Übertragung über Transportfahrzeuge, Personen und Geräte kommt vor.»
Weitere Risiken seien der Kontakt mit Wildschweinen sowie eine Übertragung über die Luft von Betrieb zu Betrieb. Für Konsumentinnen und Konsumenten bestehe jedoch keine Gefahr. «Beim Schlachtbetrieb werden die Tiere genau kontrolliert, das Fleisch der gesunden Tiere kann problemlos verzehrt werden», sagte Fritsche damals.
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