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Monday, August 31, 2026

Modi spricht von Herkulesaufgabe: Indien behält hohes Wachstumstempo - Nahost-Krieg belastet

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Modi spricht von HerkulesaufgabeIndien behält hohes Wachstumstempo - Nahost-Krieg belastet

31.08.2026, 16:00 Uhr

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In Indien legten nahezu alle Wirtschaftssektoren zu. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Die indische Wirtschaft ist massiv auf Energieimporte angewiesen. Die gestiegenen Kosten für Öl und Gas lasten auf der großen Volkswirtschaft. Doch das Land weist auch für das Frühjahr solide Raten auf - angetrieben vom Konsum und dem Export.

Indiens Wirtschaft ist im Frühjahr weiter solide gewachsen und zeigte sich widerstandsfähig angesichts der Konflikte im Nahen Osten. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs in den drei Monaten bis Ende Juni auf Jahressicht um 7,8 Prozent, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Im Vorquartal hatte das revidierte Wachstum noch 8,6 Prozent betragen. Damit hat sich die Wirtschaft des Landes besser geschlagen als von vielen Ökonomen erwartet. Ministerpräsident Narendra Modi erklärte bei X, es sei angesichts von Ölpreisschock und Lieferkettenproblemen eine "Herkulesaufgabe" vollbracht worden. Die neuesten Konjunkturdaten zementieren Indiens Rang als die am schnellsten wachsende, große Volkswirtschaft. 

Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe stieg demnach um 9,2 Prozent und beschleunigte sich. Die Staatsausgaben wuchsen um 4,3 Prozent, während sich auch die Bautätigkeit und das Wachstum des privaten Verbrauchs verstärkten. Die Exporte legten um zwölf Prozent zu und damit beinahe ebenso stark wie der Sektor Finanzen, Immobilien, Informationstechnologie und professionelle Dienstleistungen. Der HSBC Flash India Composite Output Index, der die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor misst, stieg im August auf 54,6 und signalisierte damit eine fortgesetzte Expansion.

Das Wachstum werde von einer widerstandsfähigen Inlandsnachfrage, einer anhaltenden Expansion der Aktivitäten im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor sowie von robusten Exporten getragen, hatte die indische Zentralbank Anfang des Monats erklärt und ihre BIP-Prognose für das laufende Haushaltsjahr leicht auf 6,7 Prozent angehoben. "Eine starke Kapazitätsauslastung, ein robuster Kreditfluss und der anhaltende Fokus der Regierung auf die Infrastruktur dürften die Investitionstätigkeit stützen", so die Notenbanker.

Dennoch sind die Aussichten für Indien schwieriger geworden, da der Konflikt im Nahen Osten die Ölpreise in die Höhe treibt und die Kapitalflüsse sowie die Rupie unter Druck setzt, was die Risiken für Wachstum und Inflation erhöht. Das Land ist nach wie vor stark von externen Energiequellen abhängig. Laut Regierungsdaten machten Rohölimporte im Juli mehr als 88 Prozent des Inlandsverbrauchs aus. So stieg die Rechnung für Rohölimporte von April bis Juli um 56 Prozent, wie aus Daten des Ölministeriums hervorgeht. El Niño und ein unzureichender Monsun entwickeln sich ebenfalls zu wirtschaftlichen Risiken, so Citi Research in einer Research Note.

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