Zeitumstellung am Wochenende: Eine Stunde länger schlafen

- In der Nacht auf Sonntag werden die Uhren um 3 Uhr von der Sommerzeit auf die Normalzeit zurückgestellt.
- Der Sonntag dauert dadurch eine Stunde länger, morgens wird es früher hell und nachmittags früher dunkel.
- Seit Jahren wird über eine Abschaffung der Zeitumstellung diskutiert.
In der Nacht zum Sonntag wird wieder an der Uhr gedreht: Um drei Uhr morgens werden die Uhren um eine Stunde von der Sommerzeit auf die mitteleuropäische Zeit zurückgestellt. Dann ist es morgens wieder früher hell und dafür nachmittags eher dunkel. Viele Menschen haben von dem Hin und Her aber genug und befürworten ein Ende der Zeitumstellung.
Dass der Sonntag mit der Zeitumstellung eine Stunde länger ist, dürfte die meisten Menschen zwar kaum stören. Allerdings ist die Umstellung auf Sommerzeit im Frühjahr und auf Normalzeit im Herbst generell unbeliebt, wie Umfragen regelmässig zeigen. Einer aktuellen Forsa-Erhebung zufolge meinen 71 Prozent der Befragten, der Wechsel sei überflüssig und gehöre abgeschafft. Ein Teil berichtet auch über gesundheitliche Auswirkungen, etwa Schlafprobleme.
Zweifel an Energieersparnis
Kritiker der Zeitumstellung führen neben gesundheitlichen Belastungen ins Feld, dass diese ihren ursprünglichen Zweck nicht erfüllt. Eigentlich sollte das Vorstellen der Uhr im Frühjahr auf die Sommerzeit zum Energiesparen in der hellen Jahreszeit beitragen. Die Überlegung war: Wenn sich der Tag um eine Stunde nach vorn verschiebt, wird weniger Beleuchtung und damit weniger Strom verbraucht. Doch Energiespareffekte sind laut Analysen kaum nachweisbar.
Argumente gegen Umstellung auf dauerhafte Sommerzeit
Viele Schlafmediziner befürworten in der Debatte eine Beibehaltung der Normalzeit – also der Winterzeit – wegen möglicher negativer Auswirkungen der Zeitumstellung auf den Schlafrhythmus und die Schlafdauer. Das Tageslicht und darin wiederum insbesondere der Blauanteil des Sonnenlichts sind die Hauptzeitgeber für die sogenannte innere Uhr des Menschen und massgeblich für den Wach-Schlaf-Rhythmus. All dies wird den Experten zufolge am besten durch die Winterzeit gewährleistet. Durch Umstellung auf Sommerzeit drohe hingegen ein Schlafmangel, der zu Konzentrations- und Leistungseinbussen sowie mehr Unfällen führe.
Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.
