Geflohener Windpark-Betrüger Hendrik Holt in Dubai gefasst

Darum gehts
- Der verurteilte Windkraft-Unternehmer Hendrik Holt ist in Dubai festgenommen worden.
- Holt war Ende August aus der JVA Heidering bei Berlin geflohen, nachdem er von einem unbegleiteten Ausgang nicht zurückgekehrt war.
- Das Landgericht Osnabrück hatte den 36-Jährigen wegen Betrugs in Höhe von rund zehn Millionen Euro zu knapp neun Jahren Haft verurteilt.
Der verurteilte Straftäter Hendrik Holt ist in Dubai festgenommen worden. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Osnabrück den Medien der «NOZ»-Gruppe. Demnach gelang die Festnahme durch die Arbeit einer gemeinsamen Fahndungsgruppe der Staatsanwaltschaft und der Zentralen Kriminalinspektion der Polizeidirektion Osnabrück.
Der wegen Betrugs verurteilte Windkraft-Unternehmer war Ende August aus dem Strafvollzug geflohen. Holt hatte am 25. August einen unbegleiteten Ausgang erhalten und war anschliessend nicht in die Justizvollzugsanstalt Heidering bei Berlin zurückgekehrt.
Mit Frau und Kind geflüchtet
Nach Informationen des Senders ntv soll sowohl der Staatsanwaltschaft als auch der JVA damals ein Schreiben aus Holts Umfeld vorgelegen haben, in dem angekündigt worden sei, dass der 36-Jährige nicht zurückkehren werde. Die «Bild» berichtete zudem, Holts Ehefrau Jana sei gemeinsam mit einem Kind und einem Baby verschwunden.
Holt war im April 2020 im Berliner Hotel Adlon festgenommen worden. Zwei Jahre später verurteilte ihn das Landgericht Osnabrück in mehreren Verfahren zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von knapp neun Jahren. Er soll ausländischen Stromkonzernen nicht existierende Windparks verkauft und dadurch drei staatliche Energieunternehmen um rund zehn Millionen Euro betrogen haben.
Zudem soll Holt versucht haben, sich durch die Bestechung ausländischer Diplomaten einen Diplomatenpass zu verschaffen und sich damit dem Zugriff der deutschen Strafverfolgungsbehörden zu entziehen.
Seine Flucht Ende August könnte Berichten zufolge mit neuen Betrugsvorwürfen zusammenhängen. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück prüft demnach derzeit eine weitere Anzeige im Zusammenhang mit dem Flughafen Rostock-Laage.
Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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