90 Kontrollen und zwei Festnahmen bei Demo in Bern

- Bei einer unbewilligten Demonstration in Bern hat die Kantonspolizei rund 90 Personen kontrolliert.
- Zwei Personen wurden vorläufig festgenommen, zwei weitere weggewiesen; sichergestellt wurde primär Vermummungsmaterial.
- Grössere Ausschreitungen wie ein Jahr zuvor blieben aus, die Kundgebung verlief laut Kapo «ohne grössere Zwischenfälle».
Wer am Sonntagnachmittag in der Berner Innenstadt unterwegs war, kam am Polizeiaufgebot kaum vorbei. Mehrere Zugänge zur Altstadt wurden gesperrt, entlang der Route standen zahlreiche Einsatzkräfte bereit. Auch Wasserwerfer und Polizeihunde waren vor Ort.
Die Demonstration war nicht bewilligt. Sie fand exakt ein Jahr nach jener pro-palästinensischen Kundgebung statt, bei der es in Bern zu heftigen Ausschreitungen gekommen war. Dieses Mal blieb die Lage trotz zwischenzeitlich angespannter Stimmung weitgehend ruhig.
Messer-Mann war kein Demo-Teilnehmer
Für Aufsehen sorgte eine Anhaltung an der Effingerstrasse. Beim Angehaltenen handelt es sich laut Kantonspolizei um einen 23-jährigen Schweizer, der nach bisherigen Erkenntnissen nicht an der Kundgebung teilnahm.
Bei ihm stellte die Polizei mehrere Messer sicher. Der Mann wurde für weitere Abklärungen auf eine Polizeiwache gebracht. Gegen ihn wird wegen des Mitführens gefährlicher Gegenstände in der Öffentlichkeit Strafanzeige erstattet. Weitere Abklärungen seien im Gang.
Rund 90 Personen kontrolliert
Insgesamt seien rund 90 Personen kontrolliert worden, teilt die Kantonspolizei auf Anfrage von 20 Minuten mit. Zwei Personen wurden angehalten und vorläufig festgenommen, zwei weitere weggewiesen. Bei den Kontrollen sei zudem primär Vermummungsmaterial sichergestellt worden.
Zur Zahl der eingesetzten Polizistinnen und Polizisten macht die Kapo aus taktischen Gründen keine Angaben. Auch die Kosten des Polizeieinsatzes stehen noch nicht fest. Diese würden im Rahmen des bestehenden Ressourcenvertrags mit der Stadt Bern abgerechnet.
Demonstrierende rannten durch die Stadt
Die Organisierenden hatten im Vorfeld angekündigt, die Kundgebung solle «dynamisch» und «nicht konfrontativ» stattfinden. Statt eines einzigen Treffpunkts waren mehrere Standorte vorgesehen. Während des Nachmittags wurden die Teilnehmenden über einen eigenen Ticker wiederholt dazu aufgerufen, sich schnell zu neuen Orten zu bewegen. Teilweise rannten Gruppen durch die Stadt. Die Polizei folgte ihnen und sperrte unter anderem sämtliche Brücken in Richtung Altstadt.
Auf der Lorrainebrücke sowie später rund um die Schützenmatte standen sich Demonstrierende und ein grosses Polizeiaufgebot gegenüber. Wasserwerfer standen bereit, kamen jedoch nicht zum Einsatz. Gegen Abend löste sich der Demonstrationszug bei der Schützenmatte weitgehend auf. Grössere Ausschreitungen wie ein Jahr zuvor blieben aus.
Aktivier jetzt den Bern-Push!
Nur mit dem Bern-Push von 20 Minuten bekommst du die aktuellsten News aus der Region Bern, Freiburg, Solothurn und Wallis blitzschnell auf dein Handy geliefert.
So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten auf «Profil», dann aufs «Einstellungen»-Zahnrad und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Wähle hier die gewünschten Themen aus. Voilà!
Wir sind auch auf Instagram. Folg uns für Posts, Storys und Gewinnspiele aus der Region – und schick uns deine Bilder und Inputs: 20 Minuten Region Bern.
Flurin Pestalozzi (flu) arbeitet seit 2025 bei 20 Minuten und ist Korrespondent in Bern.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.
