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Friday, September 11, 2026

Mordprozess um getöteten Fabian (†8): Angeklagte Gina H. stellt sich erstmals Fragen vor Gericht

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Mordprozess um getöteten Fabian (†8)

Angeklagte Gina H. stellt sich erstmals Fragen vor Gericht

Im Mordfall des achtjährigen Fabian aus Güstrow (D) begann am Donnerstag der 27. Prozesstag. Dieser wurde mit besonderer Spannung erwartet, da die Angeklagte Gina H. erstmals vor Gericht befragt wurde.

Publiziert: vor 20 Minuten

Aktualisiert: vor 3 Minuten

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Gina H. steht in Rostock wegen Mordes an Fabian (†8) vor Gericht
  • Die Leiche des Jungen wurde im Oktober 2025 in der Nähe eines Tümpels gefunden
  • Richter hinterfragt auffällige Suchanfragen und Handyaktivitäten am Tattag
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Gina H.* (30) wird vorgeworfen, den kleinen Fabian (†8) umgebracht zu haben. Seit mehreren Wochen wird ihr in Rostock (D) der Prozess gemacht. Am Donnerstag wurde die Angeklagte erstmals vor Gericht befragt. Über sieben Stunden stellte sie sich den Fragen des Richters. Am Freitag soll die Befragung fortgesetzt werden. 

Fabian verschwand am 10. Oktober 2025 nahe der norddeutschen Stadt Güstrow und wurde Tage später tot an einem Tümpel aufgefunden. Die mit Messerstichen versehene Leiche des Buben war verbrannt, tagelang suchten die Ermittler nach dem Täter. Dann geriet schliesslich Gina H. – die Ex-Freundin von Fabians Vater – ins Visier der Ermittler. Nun steht sie unter Mordverdacht. 

Abtreibung kurz nach Beginn der Beziehung

Zunächst wurde Gina H. zur Beziehung mit Fabians Vater, Matthias R.*, befragt, wie «Focus» und «Bild» berichten. Wenige Monate nach ihrem Beziehungsbeginn im Mai 2021 sei sie schwanger geworden und habe abgetrieben. Das sei ein Streitpunkt in der Beziehung gewesen. Zudem habe es weitere Herausforderungen gegeben: «Ich habe mich damals noch geritzt. Ich war als Mama überfordert, und das Alkoholproblem von Matthias R. stand zwischen uns.»

Häusliche Gewalt von Matthias R.

Auch zu Vorfällen häuslicher Gewalt durch Matthias R. wurde Gina H. befragt. «Er hat öfter mal die Hand gehoben – aber nicht nur mir, sondern auch den Kindern gegenüber. Ich habe mich dann dazwischen gestellt und es abbekommen», antwortete Gina H.

Aufgrund der mutmasslichen häuslichen Gewalt durch Matthias R. habe auch Fabian Auffälligkeiten gezeigt, gab Gina H. weiter an. Zu Hause sei es zu Vorfällen gekommen, führte sie aus. «Wenn er wütend war, traurig war, hat er um sich geschlagen, meinen Sohn geschubst, Matthias mal einen Schuh ins Gesicht gehauen», so die Angeklagte.

Vertrauensbrüche in der Beziehung

Auch zu den häufigen mutmasslichen Vertrauensbrüchen und Seitensprüngen in der Beziehung mit Matthias R. wurde Gina H. befragt. «Ich glaube, das ist nicht schön zu wissen als Partnerin, dass er überall sein Geschlechtsteil rumgeschickt hat», entgegnete Gina H. und beschrieb, dass Matthias R. heimlich mit anderen Frauen geschrieben habe. Zugleich habe Matthias R. gewusst, dass sie Kontakt mit anderen Männern hege, betonte sie. 

Angebliche finanzielle Abhängigkeit

In der Befragung gab Gina H. an, sich finanziell von Matthias R. abhängig gefühlt zu haben. Die Angeklagte begründete das mit gestiegenen Ausgaben, etwa einer höheren Miete und Kosten für ihre Pferde. Der Richter äusserte hingegen den Eindruck, dass mit der Beziehung auch die Ansprüche von Gina H. gestiegen seien.

Annäherung vor der Tat

Nur wenige Tage vor der Tat kam es zu einer Annäherung zwischen Gina H. und Matthias R., wie Chatnachrichten belegen. Diese Annäherung – auch körperlich – sei von ihm ausgegangen, betonte die Angeklagte. Zwei Tage vor der Tat sei es jedoch zu einem Streit gekommen. Und nur einen Tag vorher suchte Gina H. im Internet nach einem Testament. Die Angeklagte gab an, dass sie sich schon seit einigen Tagen mit dem Thema beschäftigt habe und dass es ein Zufall sei.

Wieso schaltete Gina H. ihr Handy am Tattag aus?

Am 10. Oktober 2025 ging Gina H. im Wald spazieren, dem späteren Fundort der Leiche. Sie habe einem Freund ein Foto aus dem Wald geschickt und ihn nach einem Treffen an diesem Tag gefragt. Anschliessend habe sie ihr Handy ausgeschaltet. «Sie haben Ihr Handy in der Lebensdauer des Handys genau einmal vorher ausgeschaltet», sagte der Richter. Erst einige Zeit später schaltete sie ihr Handy, mitten auf einer Autofahrt, ein. Wieso sie es erst viel später einschaltete, konnte sie nicht erklären. 

Gina H. reagierte daraufhin mit der Aussage: «Woher soll ich wissen, dass Fabian verschwindet? Ich habe damit nichts zu tun.» Sie ergänzte: «Ich habe keinen Grund, diesem armen Kind was anzutun. Wenn, dann hätte ich Matthias was antun müssen.»

Auffällige Suchanfragen von Gina H.

Am 10. Oktober suchte Gina H. im Internet nach «Polizei Güstrow». In der Befragung erklärte sie, für ihre Grosseltern nach einem Unfall gesucht zu haben, jedoch nicht fündig geworden zu sein. 

Einen Tag später suchte Gina H. im Internet: «Fressen Wildschweine Menschen, fressen Wildschweine tote Menschen?». Auf Rückfrage gab Gina H. an, sich nichts dabei gedacht zu haben. Sie habe eine Info von einem befreundeten Jäger überprüfen wollen, behauptete sie. 

Auch zu ihrem eigenen Vorschlag, Fabian auf einem Acker bei Klein Upahl zu suchen, befragte der Richter die Angeklagte mehrfach. Diese verhedderte sich bei ihren Aussagen. Sie gab zunächst an, den Hinweis in einem Internetvideo gesehen zu haben und später, dass sowieso in der Region überall gesucht worden sei. 

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