Weshalb beim FCB jetzt Erinnerungen hochkommen

Blamage, Pfiffe, Schmerz
Weshalb beim FCB jetzt Erinnerungen hochkommen
Der FCB verliert in Vaduz praktisch ohne Gegenwehr 0:3. Jokanovic tut die Niederlage bei seinem Super-League-Einstand vor allem für die Fans leid. Bereits am Freitag folgt die Bewährungsprobe im Cup gegen Stade Nyonnais.
Publiziert: vor 11 Minuten
- FCB liefert bei Jokanovic-Debüt in Vaduz ungenügende Leistung ab
- Der neue Trainer versteht die Pfiffe der Fans
- Für Basel folgt die Bewährungsprobe im Cup
Lucas WerderReporter Fussball
Es ist ein Auftritt, der an die schon fast legendäre 0:3-Heimklatsche gegen Stade-Lausanne-Ouchy im Oktober 2023 erinnert. Nicht nur wegen des Datums und des Resultats, sondern vor allem aufgrund der unterirdischen Leistung, die der FCB auswärts in Vaduz abliefert.
Auch dieses Mal gehen die Basler mit 0:3 unter und werden im Anschluss von der Muttenzerkurve mit Pfiffen eingedeckt. Doch es gibt noch mehr Parallelen: Die Partie gegen SLO war die erste unter Interimscoach Heiko Vogel (50), drei Jahre später startet Slavisa Jokanovic (58) ebenfalls mit einer peinlichen Niederlage in seine Amtszeit als FCB-Trainer.
Reaktion auf Testspiel-Pleite bleibt aus
«Es macht weh, so mein erstes Spiel zu verlieren. Vor allem für die mitgereisten Fans tut es mir leid. Sie haben uns trotz des Resultats vom Anfang bis zum Schluss unterstützt», sagt Jokanovic. Für die Pfiffe nach Spielschluss hat er darum Verständnis. «Ich habe in meiner Karriere schon an Orten gearbeitet, an denen ich ganz andere Dinge erlebt habe», so der Serbe.
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Eine Woche nach dem 3:7-Debakel im Testspiel gegen Winterthur habe er sich eine Reaktion seiner Spieler erhofft. Die bleibt im Rheinpark komplett aus. Nach akzeptablen ersten Minuten spielt nur noch der FC Vaduz. Dass die Liechtensteiner erst in der 26. Minute durch Monsberger in Führung gehen, liegt nur am starken Jonas Omlin (32). Der FCB-Goalie sorgt mit mehreren starken Paraden dafür, dass sein Team nach einem weiteren Monsberger-Tor zur Pause nur mit 0:2 hinten liegt.
Vaduz hätte noch mehr Tore erzielen können
Nach dem Seitenwechsel sorgt der starke Dalipi mit dem dritten Treffer für die Entscheidung. Allerdings hat man schon davor nie den Eindruck, dass der FCB irgendwie in dieses Spiel zurückfinden könnte. Der Versuch von Joker Malouda nach einer Stunde bleibt bis zum Schluss der einzige Basler Abschluss auf das Tor von Vaduz-Keeper Schaffran.
Der Aufsteiger bleibt so im zehnten Spiel nicht nur das erste Mal ohne Gegentor, sondern fährt auch in beeindruckender Manier den dritten Saisonsieg ein. Trainer Marc Schneider (46) hält im Anschluss sogar fest: «Wir hätten in der ersten Halbzeit noch den einen oder anderen Treffer mehr erzielen können.»
Slavisa Jokanovic muss sich nach seinem ersten Pflichtspiel als FCB-Coach dagegen über andere Dinge als die Chancenauswertung seines Teams Gedanken machen. Schon am Freitag muss sein Team in der zweiten Cup-Runde auswärts gegen Stade Nyonnais ran. Doch selbst bei einer Cup-Blamage dürfte Jokanovic seinen Job vorerst behalten. Anders als Heiko Vogel vor drei Jahren, der nach null Punkten aus vier Spielen seinen Spind bereits wieder räumen musste.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 10 | 24 | 28 | |
2 | BSC Young Boys | 10 | 15 | 22 | |
3 | FC Sion | 10 | 6 | 19 | |
4 | FC St. Gallen | 10 | -2 | 16 | |
5 | FC Zürich | 10 | -4 | 14 | |
6 | Servette FC | 10 | 1 | 13 | |
7 | FC Basel | 10 | -3 | 13 | |
8 | FC Luzern | 10 | -5 | 12 | |
9 | FC Thun | 10 | -10 | 10 | |
10 | FC Vaduz | 10 | 0 | 9 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 10 | -13 | 8 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 10 | -9 | 6 |
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