Tückische Affäre – Hat eine chinesische Agentin den Nvidia-CEO ausspioniert?

- Der Nvidia-Firmenchef Jensen Huang soll Medienberichten zufolge eine Affäre mit einer mutmasslichen chinesischen Spionin gehabt haben.
- Nun hat der US-Computerchiphersteller reagiert und eine Untersuchung eingeleitet.
- Firmengeheimnisse oder die nationale Sicherheit der USA sind laut Nvidia wohl nicht gefährdet worden.
Aus US-Sicherheitskreisen wurden gemäss Berichten Vermutungen laut, wonach die Frau vom chinesischen Geheimdienst angeworben worden sei. Sie sollte demnach etwa Informationen über den Nvidia-Chef sammeln und Einfluss auf sein Wirken bei Chipexporten nach China üben. Berichtet hatten unter anderem die «New York Times» und die «Financial Times».
Nvidia betont, es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass Firmengeheimnisse oder die nationale Sicherheit der USA gefährdet worden seien. Die Untersuchung soll nun alle verfügbaren Informationen prüfen. Ein Ausschuss unabhängiger Direktoren werde die Prüfung der Vorwürfe mithilfe externer Anwälte beaufsichtigen. Huang unterstütze die Untersuchung und wolle kooperieren. Er werde den Konzern weiterhin ohne Unterbrechung leiten, so Nvidia.
Die «New York Times» hatte im Oktober berichtet, dass US-Behörden gegen die chinesische Geschäftsfrau ermitteln. Sie ist ehemalige Führungskraft eines Unternehmens in Singapur, das KI-Chips von Nvidia kauft. Die Behörden prüfen, ob das Unternehmen der chinesischen Regierung Zugang zu hochmodernen KI-Chips verschafft hat, deren Export nach China eigentlich verboten ist.
Jensen Huang räumte mittlerweile ein, seiner Frau untreu gewesen zu sein, und entschuldigte sich. Er sei Nvidia voll und ganz verpflichtet und werde daran arbeiten, das Vertrauen zurückzugewinnen. Das teilte er in einem Schreiben mit, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.
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