Hatte Nvidia-Chef Beziehung zu chinesischer Spionin?

- Nvidia-CEO Jensen Huang soll eine Beziehung mit einer mutmasslichen chinesischen Spionin geführt haben.
- Laut «Financial Times» ist Alice Huang Führungskraft bei Megaspeed, einem Nvidia-Kunden mit Sitz in Singapur.
- Jensen Huang muss am 18. November vor drei US-Ausschüssen aussagen.
Nvidia-CEO Jensen Huang soll eine Beziehung mit einer Chinesin geführt haben, die von Peking als Spionin eingesetzt wird. Darüber berichtet die «Financial Times» unter Berufung auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. In den sozialen Medien seien demnach Bilder der beiden aufgetaucht. In einem Video ist zu sehen, wie die Unternehmerin eine Hand kurz an den Rücken des Nvidia-CEOs legt.
In einem Bericht von US-Beamten heisst es demnach, Alice Huang sei eine Führungskraft bei Megaspeed, einem Kunden des US-Chipherstellers, der in Singapur seinen Sitz hat. Brisant ist, dass sie nach Erkenntnissen des US-Geheimdienstes von der chinesischen Regierung als Spionin angeheuert worden war.
«Beziehung rein geschäftlich»
Megaspeed wird von der US-Regierung vorgeworfen, amerikanische Exportkontrollen umgangen und hoch entwickelte Nvidia-Chips nach China geschmuggelt zu haben. Nvidia stellte in einer internen Untersuchung kein Fehlverhalten fest. Alice Huang wurde gemäss der «New York Times» vom US-Geheimdienst überwacht und als «enge Vertraute» des Nvidia-Bosses eingestuft.
Nvidia äusserte sich gegenüber der «Financial Times» nicht zur Sache. Zur Beziehung der beiden sagte der Chiphersteller lediglich, sie sei von geschäftlicher Natur. Huang treffe jedes Jahr «Tausende Führungskräfte von Kundenunternehmen». Auch Alice Huang, das Weisse Haus und die chinesische Botschaft in Washington hüllen sich in Schweigen.
Jensen Huang muss nun am 18. November vor drei US‑Ausschüssen zur Beziehung zu der Megaspeed-Führungskraft aussagen. «Jüngste Berichte werfen erhebliche nationale Sicherheitsbedenken auf, was den Zugang der Volksrepublik China zu sensibler US-Technologie und Information betrifft», schreiben republikanische Abgeordnete.
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Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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