Mann (39) schlägt Frauen und ihre Hunde – verurteilt

- Ein 39-Jähriger hat im Berner Quartier Ostring drei Hundehalterinnen und ihre Hunde attackiert.
- Er schlug und trat Frauen und Tiere und drohte mit dem Tod.
- Der Mann wird wegen Körperverletzung, Drohungen und Tierquälerei zu insgesamt 5350 Franken verurteilt.
«Ich bin heute noch in Therapie und habe beinahe Angst, das Haus zu verlassen», sagt eines der drei Opfer. Ein 39-jähriger Mann aus Bern attackierte im Quartier Ostring dreimal Hundehalterinnen und ihre Hunde. Er schlug sowohl die Frauen als auch ihre Hunde, wie aus einem Strafbefehl hervorgeht, der 20 Minuten vorliegt.
«Er hat meinen Hund am Geschirr gepackt und drei Meter weit weggeworfen. Danach hat er mich mit dem Hundegeschirr attackiert», sagt die Frau. Sie habe dabei mehrere Prellungen erlitten und längere Zeit nicht auf dem Rücken liegen können. «Beim nächsten Mal kill ich dich und deinen Hund», habe der Mann ihr gesagt.
Die Frau sagt, sie habe den Mann seither mehrfach in der Nähe ihres Hauses gesichtet. Nicht nur sie, auch zahlreiche andere Hausbewohner seien nun verunsichert: «In meinem Block wohnen viele Kinder, die Angst haben», sagt sie.
«Man weiss nie, ob er vor der Tür steht»
«Ich selbst habe keine Angst um mich. Vielmehr mache ich mir Sorgen um meine zweijährige Tochter und meine Frau», sagt ein Nachbar der Frau. Viele Eltern liessen ihre Kinder deshalb nicht mehr allein mit dem Hund spazieren.
Eine weitere Hundehalterin schildert eine Attacke beim Kindergarten Dalmazi, nachdem ihre Hündin Alice den Hund des 39-Jährigen angebellt hatte. Trotz ihrer Entschuldigung habe der Mann Alice heftig in den Bauch getreten. «Sie jaulte laut auf und rannte davon.» Als sie den Angreifer später bei der Dalmazibrücke zur Rede stellen wollte, habe er sie zu Boden gestossen.
«Während ich am Boden lag, wollte er mich sogar noch treten. Als ich mich wehrte, packte er mich an meinen Beinen und zog mich über den Asphalt», sagt die Frau. Als ein Velofahrer vorbeigekommen sei, habe der Mann das Weite gesucht. «Ich habe bis heute Angst vor einer erneuten Begegnung und meide deshalb meine bisherigen Spazierwege.»
«Ich fühle mich einfach machtlos»
Ein drittes Opfer berichtet von einem Angriff an der Kasthoferstrasse. Ihr Hund habe kurz nach dem Hund des Mannes geschnappt. «Daraufhin ist er komplett ausgetickt und trat meinem Hund mehrfach in den Bauch, danach rannte mein Hund davon und er hinterher.»
Anschliessend habe der Mann der Frau mit voller Wucht mit dem Ellbogen gegen die Schläfe geschlagen und ihr in den Bauch getreten. «Ich habe so laut geschrien wie noch nie.»
Auch ihr habe der Mann gedroht: «Beim nächsten Mal töte ich deinen Hund.» Die Frau habe ein Schleudertrauma erlitten und wochenlang unter Kopfschmerzen gelitten. Später habe der Mann wiederholt vor ihrem Haus gewartet. «Ich meldete dies bei der Polizei. Ein Beamter sagte mir, dass man nichts gegen ihn unternehmen könne, da dies ihn in seiner Privatsphäre einschränken würde.»
Wie die Frau sagt, befand sie sich kurzzeitig in Therapie: «Ich fühle mich einfach machtlos.» Die Angst begleite sie bis heute: Seit dem Vorfall sei sie auf der Hut, wenn sie im Quartier unterwegs sei: «Heute gehe ich mit Pfefferspray raus, wenn ich alleine bin.»
Mann muss 5350 Franken bezahlen
Wie dem Strafbefehl zu entnehmen ist, wurde der 39-jährige Berner nun wegen einfacher Körperverletzung, mehrfacher Tätlichkeiten, Drohungen und mehrfacher Tierquälerei schuldig gesprochen. Er wird zu einer unbedingten Geldstrafe von 4050 Franken verurteilt. Weiter muss er eine Busse von 500 Franken bezahlen.
Hinzu kommen Gebühren von 800 Franken. Insgesamt muss er damit 5350 Franken bezahlen. Zudem wird die Probezeit des vorbestraften Berners von drei auf vier Jahre verlängert.
Aktivier jetzt den Bern-Push!
Nur mit dem Bern-Push von 20 Minuten bekommst du die aktuellsten News aus der Region Bern, Freiburg, Solothurn und Wallis blitzschnell auf dein Handy geliefert.
So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten auf «Profil», dann aufs «Einstellungen»-Zahnrad und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Wähle hier die gewünschten Themen aus. Voilà!
Wir sind auch auf Instagram. Folg uns für Posts, Storys und Gewinnspiele aus der Region – und schick uns deine Bilder und Inputs: 20 Minuten Region Bern.
Maurin Vonplon (mav), Jahrgang 2006, arbeitet seit August 2026 bei 20 Minuten als Praktikant im Ressort Bern.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.
