Anschlagspläne auf Militärbasis: Grossbritannien verdächtigt Iran

- Der britische Premier Andy Burnham macht den Iran für einen Vorfall bei der US-Militärbasis RAF Fairford in England verantwortlich.
- Laut Burnham wurde der Anschlag höchstwahrscheinlich im Iran koordiniert und von der Islamischen Revolutionsgarde geleitet.
- Die britische Regierung kündigt Sanktionen gegen kriminelle Netzwerke und ihre Finanzströme an.
Hinter dem Vorfall bei einer US-Militärbasis in England steckt nach Ansicht des britischen Premiers Andy Burnham mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Iran. «Ich kann unsere Einschätzung bestätigen, dass der Anschlag höchstwahrscheinlich im Iran koordiniert und mit ziemlicher Sicherheit von der Islamischen Revolutionsgarde des Iran geleitet wurde», sagte er im Parlament in London.
Burnham kündigte Sanktionen an. «Wir werden hart gegen den Einsatz krimineller Netzwerke durch den Iran vorgehen und unser gesamtes Spektrum an Befugnissen nutzen, um gegen diese Netzwerke und ihre Finanzströme vorzugehen.»
Fünf Männer aufgegriffen
Ende September waren fünf Männer nahe des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt. Gegen sie wird auch wegen des Verdachts auf Verstösse gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Inzwischen sind sie unter strengen Auflagen wieder freigelassen worden.
Ein sechster Verdächtiger mit iranisch-britischer Staatsbürgerschaft wurde in den folgenden Tagen ebenfalls zwischenzeitlich festgenommen und dann unter Auflagen auf freien Fuss gesetzt. Das Pentagon zog alle Langstreckenbomber von dem Stützpunkt ab.
Jonas Bucher ist Blattmacher und stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks bei 20 Minuten. Er ist seit 25 Jahren in der Medienbranche tätig und 20 Minuten stets treu geblieben.
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