Nobelpreis 2026 – Der Friedensnobelpreis geht an Navanethem «Navi» Pillay

- Den Friedensnobelpreis erhält dieses Jahr Navanethem «Navi» Pillay.
- Die südafrikanische Juristin erhält den Preis für ihren Kampf für Frieden und internationales Recht.
- Das gab das norwegische Nobelkomitee in Oslo bekannt.
Die 85-jährige Navi Pillay war unter anderem Vorsitzende der unabhängigen UNO-Untersuchungskommission, die Israel vorwarf, im Gazastreifen Völkermord begangen zu haben.
Hohe Anzahl an Nominierten
Der Friedensnobelpreis gilt als wichtigster politischer Preis der Erde. Häufig wird eine einzelne Person oder Organisation mit ihm ausgezeichnet, das Nobelkomitee kann ihn aber auch an bis zu drei Preisträgerinnen und Preisträger zugleich vergeben.
- 2025: Die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado für ihren Einsatz für die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes. Diese schenkte ihre Medaille später Donald Trump.
- 2024: Die japanische Organisation Nihon Hidankyo, welche sich für eine weltweite Abschaffung von Atomwaffen einsetzt.
- 2023: Die Iranerin Narges Mohammadi für ihren Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen.
- 2022: Ales Bjaljazki (Belarus), die Menschenrechtsorganisationen Memorial (Russland) und Center for Civil Liberties (Ukraine). Sie wurden als Vertreter der Zivilgesellschaft in ihren Heimatländern gewürdigt.
- 2021: Maria Ressa (Philippinen) und Dmitri Muratow (Russland) für ihre Bemühungen um die Wahrung der freien Meinungsäusserung.
- 2020: Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, unter anderem für seine Bemühungen zur Bekämpfung von Hunger.
Nominierungen werden jedes Jahr bis zum 31. Januar dem Sekretariat des norwegischen Nobelkomitees vorgelegt. Mitglieder des norwegischen Nobelkomitees dürfen bei ihrer ersten Sitzung nach der Nominierungsfrist weitere Namen zur Liste der Kandidaten hinzufügen. Für den Friedensnobelpreis 2026 waren 287 Kandidaten nominiert – davon 208 Einzelpersonen und 79 Organisationen.
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