Bollywood HungamaBhushan Kumar and Prabhleen Sandhu announce horror franchise Jaani Dushman with Bhumi Satish PednekkarInquirerDizon: Buses with discounted fares augment LRT-2 service starting Nov. 4PunchWest Ham name Scott Parker head coachInquirer EntertainmentLiza Soberano, H.E.R’s ‘BRB’ earns two Hollywood Music in Media Awards nominationsDaily MaverickTaiwan douses fire at Panasonic factory that injured five, with two missingThe Jerusalem PostPro-Israel Jewish Democrat Jared Moskowitz defeats challenger in Florida despite redrawn districtColliderThe Coen Brothers Officially Reunite After 8 Years for New Netflix MysteryZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-NachrichtenstudioIl Fatto QuotidianoBaby Gang e Simba La Rue a processo: la Procura di Lecco chiede condanne per il fucile mitragliatore del videoclipNumeramaEDF Tempo : bonne nouvelle, les réveillons des 24 et 31 décembre ne seront plus jamais des jours rougesThe South AfricanAn unexpected CAF reward for Bafana Bafana20 MinutenPierce Brosnan hat einen klaren Bond-Favoriten
The Daily Newsstand · Free, Always
Wednesday, November 4, 2026

Umweltskandal Blausee – Nach fünf Jahren steht erstmals ein Angeklagter vor Gericht

Translate

Was ist passiert? Über Jahre wurde im Steinbruch Mitholz im Berner Oberland mutmasslich tonnenweise belastetes Material abgeladen. Das Material kam aus Waschanlagen für Kies und Beton.

Wer steht vor Gericht? Der Chef einer Berner Transportfirma muss sich ab Mittwoch vor dem bernischen Wirtschaftsstrafgericht verantworten.

Wie lautet die Anklage? Der Mann soll seine Chauffeure dazu angestiftet haben, belastetes Aushubmaterial nicht in einer regulären Deponie zu entsorgen, sondern im Steinbruch Mitholz und in anderen Gruben in der Schweiz. Das haben Recherchen der SRF‑Sendung «Rundschau» und der Tamedia-Zeitungen 2021 öffentlich gemacht. Im Auftrag des Chefs sollen die Chauffeure Lieferscheine gefälscht und damit das belastete Material als sauberen Aushub deklariert haben. Dem Mann werden unter anderem Betrug, Sachbeschädigung und Vergehen gegen das Gewässerschutzgebiet vorgeworfen. Das Urteil wird am 10. November erwartet, es gilt die Unschuldsvermutung.

Radlader zwischen Steinhaufen in einem Kieswerk vor bewaldeten Bergen.
Legende: Der Steinbruch Mitholz liegt in einem Gewässerschutzgebiet und darf nur mit unbelastetem Material wieder aufgefüllt werden. KEYSTONE/Peter Schneider

Weshalb führte das zu einem Umweltskandal? Der Steinbruch Mitholz ist keine Deponie. Um ihn wieder aufzufüllen, dürfte nur unverschmutzter Aushub verwendet werden. Denn der Steinbruch ist in einem Gebiet, das in einer Gewässerschutzzone liegt. Eineinhalb Kilometer oberhalb des Tourismusmagnets und der Forellenzucht Blausee. Dort sind ab 2018 tausende von Forellen gestorben. Die Besitzer des Blausees sind überzeugt, dass das Fischsterben auch mit dem belasteten Material zusammenhängt. Allerdings ist dieser Vorwurf bis heute nicht bewiesen.

Nicht der einzige Fall: Bereits 2020 kam ans Licht, dass der Steinbruch Mitholz illegalerweise als Deponie benutzt wurde. Und zwar für belastetes Material der BLS-Baustelle beim Lötschbergtunnel. Allerdings blieb dieser Fall ohne strafrechtliche Konsequenzen. Das Verfahren gegen die BLS wurde vergangenes Jahr eingestellt. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern begründete dies damit, dass die zuständigen Personen nicht hätten wissen können, dass im Steinbruch keine verschmutzten Materialien gelagert werden dürfen.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 4.11.2026, 6:31 Uhr ;  swak;buec

View the original on SRF News →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.