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Tuesday, November 3, 2026

So viel Chaos steckt in Schweizer Schubladen und Kellern

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Ein Kabel, ein paar Batterien, alte Bedienungsanleitungen und drei Stifte, von denen zwei schon nicht mehr schreiben: In drei von vier Schweizer Haushalten gibt es eine Grümpelschublade. 37 Prozent besitzen sogar mehrere. Das passt nicht ganz zum Bild der ordnungsliebenden Schweiz. Die Realität zu Hause ist aber pragmatischer.

Für den zweiten Ikea-Wohnmonitor, der 20 Minuten exklusiv vorliegt, befragte das Forschungsinstitut Sotomo im April 2410 Menschen in der Schweiz zur Ordnung in ihrem Zuhause. 66 Prozent sagen, sie fühlten sich zu Hause nur wohl, wenn alles ordentlich aufgeräumt ist und nichts herumliegt. Bei 63 Prozent ist das nach eigener Einschätzung im Alltag auch so. Es gibt aber Baustellen.

Wo sammelt sich bei dir zu Hause am meisten Zeug an?

Wie oft wird aufgeräumt?

Die Ordnung entsteht nicht nur beim grossen Wochenputz. 59 Prozent räumen mindestens einmal pro Woche systematisch auf. Fast ebenso viele, 48 Prozent, verschieben Dinge aber regelmässig erst einmal aus dem Blickfeld: ins Schlafzimmer, den Abstellraum oder eben in eine Schublade.

20min/Gloria Karthan

Das ist nicht einfach nur Faulheit oder Zeitmangel. Die Schublade mit ihrem Kleinkram übernimmt eine klare Funktion: 60 Prozent der Befragten verstauen darin Elektronik und Geräte, 41 Prozent Büromaterial. Anstatt eines Ortes, an dem Grümpel für immer vergessen wird, ist die Chaos-Schublade für viele der Befragten eine kleine Zwischenstation für Dinge ohne besseren Platz.

Wie viel Zeug liegt auf Schweizer Kleiderstühlen?

Ähnlich pragmatisch fällt der Umgang mit Kleidung aus, die weder in die Wäsche noch zurück in den Schrank soll. 58 Prozent legen sie auf einen Stuhl oder Sessel. Weitere 28 Prozent nutzen eine Kleiderleiter, eine freistehende Leiter mit Sprossen zum Aufhängen von Kleidung.

Auf dem sogenannten Kleiderstuhl liegen bei den Befragten im Schnitt drei bis vier Teile. Insgesamt haben 96 Prozent der Befragten einen Ort, an dem Kleider zwischengelagert werden – nur vier Prozent werfen alles Getragene direkt in die Wäsche.

Wer räumt in Schweizer Haushalten eigentlich auf?

In Mann-Frau-Paaren geht die Wahrnehmung beim Aufräumen auseinander. 65 Prozent der Männer sagen, beide übernähmen die Aufgabe gleichermassen. 57 Prozent der Frauen sehen sich dagegen selbst in der Hauptverantwortung. Sie stören sich auch häufiger an der Unordnung anderer Haushaltsmitglieder: 37 Prozent mindestens einmal pro Woche, bei den Männern sind es 28 Prozent.

Wann wurde das letzte Mal der Keller ausgemistet?

Der Keller als Dauerbaustelle: 55 Prozent nehmen sich mindestens einmal pro Jahr vor, dort auszumisten, tatsächlich tun es nur 38 Prozent. Für 29 Prozent ist der Keller der Ort, an dem Ordnung am schwersten fällt, für 21 Prozent das Reduit. In Keller oder Estrich haben 55 Prozent Dinge verstaut, die sie kaum oder nie nutzen.

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Wie ordentlich schätzt du dich selbst ein im Vergleich mit Menschen in deinem Umfeld?

Meret Steiger

Meret Steiger (mst), arbeitet seit 2016 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin für Living und Auto & Mobilität und berichtet über Wohnen, Einrichten und Architektur.

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