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Wednesday, September 23, 2026

Der Song ihres Lebens – Plüsch: «Ohne ‹Heimweh› gäbe es uns als Musiker nicht mehr»

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«Un i ha Heimweh nach de Bärge, machem Schoggi und em Wii»: Der Refrain des Plüsch-Kulthits geht auch 2026 noch leicht über die Lippen. Frontmann Ritschi und Keyboarder Hunzi über den Song, der ihr Leben veränderte – und was er ihnen heute bedeutet.

Plüsch

Schweizer Band

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Plüsch ist eine Schweizer Mundartband aus Interlaken, gegründet von den Schulfreunden Andreas «Ritschi» Ritschard (Gesang), Andreas «Hunzi» Hunziker (Keyboard), Roger «Röschel» Meier (Gitarre), Simon «Simi» Ryf (Bass) und Alexander «Bali» Balajew (Schlagzeug). Mit dem Debütalbum «Plüsch» und der Hitsingle «Heimweh» gelang Plüsch 2002 der nationale Durchbruch.

Nach der vorläufigen Auflösung 2013 folgte 2024 eine Tour in Originalbesetzung. Heute arbeitet nur noch Frontmann Ritschi hauptberuflich als Musiker, Keyboarder Hunzi führt ein Tonstudio.

SRF: Löst der Song «Heimweh» nach all den Jahren immer noch Gefühle aus?

Ritschi: Er löst bei mir genau die gleiche Nostalgie aus wie beim Publikum. Die Story hinter dem Song hat keine grosse Bedeutung mehr, aber was der Song seither losgetreten hat, das macht etwas mit mir.

Es ist ein Glück, wenn man so einen Song geschrieben hat.

Hunzi: Der Song hat uns ein Leben lang begleitet – als wir ihn geschrieben haben, waren wir noch Teenager. Wenn wir auf Tour gehen, wird der nicht geprobt, wir spielen ihn einfach.

Was zeichnet den Song aus?

Hunzi: Er ist harmonisch, sehr einfach und eingängig. Die Melodie und die Mundharmonika sind cool. Und der Text löst bei gewissen Menschen sicher etwas aus. Es ist ein Glück, wenn man einen solchen Song geschrieben hat.

Wie hat dieser Song Ihr Leben verändert?

Ritschi: Ohne diesen Song gäbe es uns als Musiker vermutlich nicht mehr. Wenn es «Heimweh» nicht gegeben hätte, hätte wohl niemand etwas von uns mitbekommen.

Ritschi, wann haben Sie zum ersten Mal gespürt: Der Song macht etwas mit den Menschen?

Ritschi: Wir sassen damals zu fünft mit dem Produzenten im Studio in Bern. Als der Song zum ersten Mal aus den grossen Boxen klang, hat jeder gespürt: Hier ist etwas im Raum.

Auf der Strasse kennen uns wohl die wenigsten, aber wenn wir spielen, weiss jeder, wer wir sind.

Hunzi: Das Lustige ist, dass «Heimweh» ursprünglich eine Ballade war. Wir haben ihn Mitte der 90er-Jahre geschrieben und ihn so oft verwandelt, dass er schlussendlich ein Knaller wurde. Eigentlich ein ganz einfacher Song, der einem trotzdem reingeht.

Wenn man einen solchen Titel geschrieben hat, ist man da versucht, gewisse Muster in andere Songs zu integrieren?

Ritschi: Beim zweiten oder dritten Album hiess es von allen Seiten: «Ihr müsst wieder einen schreiben wie ‹Heimweh›.» Da wollten wir explizit keinen Song machen, der so klingt. Aber ich glaube, man ertappt sich immer wieder dabei, dass man sich wiederholt. Es gibt gar nicht so viele Töne, dass das nicht passieren kann.

Das zeichnet euch auch aus, das ist eine Identität, oder?

Ritschi: Wenn man Hunzi spielen hört und ich dazu singe, ist für alle klar, was das für eine Band ist. Das ist auch das Schöne. Ich glaube, wir funktionieren voll über die Musik. Auf der Strasse kennen uns wohl die wenigsten, aber wenn wir spielen, weiss jeder, wer wir sind.

Hunzi: Das Geheimnis von Plüsch war immer: Wenn wir zu fünft zusammen Songs schreiben und jeder sein Ding hineingibt, entsteht ein eigener Sound. Ich glaube, das kann einer alleine nicht kopieren.

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