Becher, Plastik, Gummistiefel – Abfall in der Tiefsee: Plastikmüll in 3800 Meter Tiefe gefunden

An der tiefsten Stelle ist der Vierwaldstättersee etwas mehr als 200 Meter tief. Ab dieser Tiefe gibt es kaum noch Licht. Ab da beginnt im Meer die Tiefsee. Vom Leben dort unten ist noch wenig bekannt. Ein Forschungsteam hat nun in bis 3800 Meter Tiefe Abfall gefunden.
Ein Stiefel und viel Plastik
Per ferngesteuertem Unterwasserfahrzeug sah das Forschungsteam Abfall. Darunter einen Kaffeebecher, Fischereimaterial und viel Plastik.
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Diese Bilder von Abfall entstanden während der Expedition im Juli und August 2025 im Mar-Del-Plata-Graben rund 300 Kilometer vor der Küste Argentiniens. Dabei fand das Forschungsteam 40 bisher noch nicht bekannte Lebewesen, darunter Seegurken, Schnecken und Seeigel. Während drei Wochen war ein ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug für total 240 Stunden in der Tiefsee unterwegs.
Das Fahrzeug absolvierte 17 Tauchgänge in Tiefen von knapp 880 bis 3820 Meter unter dem Meeresspiegel. Bei zehn dieser Tauchgänge wurde auch Abfall gesichtet. Dies in einer Tiefe von 2000 bis über 3800 Meter unter Meer.
Konkret sah das Forschungsteam 29 Gegenstände. 27 dieser Gegenstände waren aus Plastik, darunter Plastikfolien und -säckli, Ausrüstung der Fischerei und Lebensmittelverpackungen. Die restlichen zwei Gegenstände waren aus Gummi, zum Beispiel ein Gummistiefel. Der Abfall wurde in verschiedenen Zuständen beobachtet, darunter vergrabene oder zersetzte Gegenstände, die auf dem Meeresboden lagen, zwischen Felsen eingeklemmt waren oder in Bodennähe trieben.
Dazu schreibt der Letztautor der Studie, Daniel Lauretta: «Das auffälligste Stück Abfall war für mich ein einzelner Stiefel, der auf dem Meeresboden lag».
Die Hoffnung des Forschungsteams
«Ich hoffe, diese Ergebnisse helfen, das Bewusstsein für unseren Einfluss auf diese Umwelt zu erhöhen», so Diego Urteaga, einer der Autoren der Studie.
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Und erklärt: «Also auf eine Umwelt, die weit entfernt und uns weitgehend unbekannt ist. Wir verändern möglicherweise bereits Tiefseegemeinschaften, die wir gerade erst zu verstehen beginnen. Diese Erkenntnis sollte uns dazu anregen, diese Ökosysteme besser zu schützen.»
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