«Gehe nicht mehr an Orte, die gefährlich sein könnten»

Darum gehts
- Am Aarauer Rave im Schachen fielen in der Nacht auf Sonntag gegen 2.30 Uhr Schüsse.
- Am Aarauer Rave im Schachen fielen in der Nacht auf Sonntag gegen 2.30 Uhr Schüsse.
- Die Bevölkerung von Aarau fühlt sich am Montag nach den Ereignissen unwohl.
Eine 22-Jährige stirbt nach Schüssen am «Aarauer Rave» auf der Pferderennbahn. Fünf Personen wurden verletzt, eine 22-jährige Italienerin wurde tödlich getroffen. Die Täterschaft ist noch unbekannt, die landesweite Fahndung läuft.
Ein Augenschein vor Ort zeigt: Mit so einem Vorfall hätten die Anwohnerinnen und Anwohner in der beschaulichen Stadt nicht gerechnet. Vor allem junge Aarauerinnen und Aarauer sprechen über Angst und ein mulmiges Gefühl.
Simon (27): «In Zukunft werde ich im Ausgang vorsichtiger sein»

Der 27-jährige Simon ist am Montagmorgen unterwegs. Er wohnt direkt im Nachbarsquartier, wo der Rave stattgefunden hat. In der Nacht auf Sonntag habe er direkt mitbekommen, dass etwas nicht stimmte. «Die Stimmung ist immer noch recht unheimlich hier in Aarau seit der Schiesserei», sagt er. «Ich selber gehe zwar nicht oft in den Ausgang, aber falls ich gehe, werde ich schon etwas vorsichtiger sein», fügt Simon an. Ihn beschäftige, wie es möglich war dass die Täterschaft Waffen aufs Gelände mitnehmen konnte. «Gerade bei der Langwaffe ist das doch recht fragwürdig», so Simon. Er wünscht sich, dass in Zukunft besser kontrolliert wird. «Lieber einmal zu viel kontrollieren als zu wenig», findet er.
Ana (23): «In Aarau ist eine Angst spürbar»
«Ich frage mich schon ob ich hier überhaupt noch sicher bin», sagt die 23-jährge Ana. Und weiter: «Hier in Aarau ist schon eine gewisse Angst spürbar.» Sie gehe zwar grundsätzlich nicht an Raves, da es nicht ihren Musikgeschmack treffe. Viele, die Samstagnachts hier waren kamen von ausserhalb, aus der ganzen Schweiz, schildert die junge Frau. «Wenn ich mal wieder an ein Festival will, überlege ich es mir schon zweimal ob ich wirklich gehen soll.»
Ulbeid (17) (Mitte): «Gehe nicht mehr an gefährliche Orte»

Ulbeid (17) sagt am Montagmorgen: «Es ist ein komisches Gefühl, ich gehe in Zukunft nicht mehr an Orte, die gefährlich sein könnten.» Er hat die Schüsse gehört, sie aber für Feuerwerk gehalten. «Erst am nächsten Morgen habe ich begriffen, dass es die Schiesserei gewesen ist.» Wenn er in Zukunft an eine Party gehe, werde er «sicher» vorsichtiger sein, so der 17-Jährige.
++Update folgt...++
Flurin Pestalozzi (flu) arbeitet seit 2025 bei 20 Minuten und ist Korrespondent in Bern.
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