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Thursday, September 17, 2026

«Bald vergessen»: Satz über Diana bringt Charles in Bedrängnis

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  • In seinen Memoiren wirft Charles Spencer König Charles III. vor, nach Dianas Tod 1997 gesagt zu haben, sie werde «bald vergessen» sein.
  • In «Swan Song: Diana, My Sister» schildert Dianas Bruder auch den Streit darum, ob William und Harry am Trauerzug teilnehmen sollten.
  • Der Buckingham-Palast reagierte mit der Aussage, Trauer könne «das Urteilsvermögen beeinträchtigen und die Erinnerung verzerren».

Die Memoiren von Dianas Bruder Charles Spencer sorgen im britischen Königshaus für erheblichen Wirbel. Wie die britische «Daily Mail» am Mittwochabend berichtete, soll König Charles III. seinen damaligen Schwager nach Dianas Tod 1997 wütend angerufen und gesagt haben: «Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen.»

In seinem aufsehenerregenden Buch «Swan Song: Diana, My Sister» schildert der 62-jährige Charles Spencer einen Familienstreit während der Planung von Dianas Trauerfeier. Im Zentrum stand die Frage, ob ihre Söhne William, damals 15 Jahre alt, und Harry, damals zwölf, im Trauerzug für ihre Mutter mitgehen sollten.

William (damals 15) und Harry (damals zwölf) gingen schliesslich im Trauerzug mit – obwohl Charles Spencer zuvor einen Anruf der Queen erhalten hatte, der das Gegenteil versicherte.

William (damals 15) und Harry (damals zwölf) gingen schliesslich im Trauerzug mit – obwohl Charles Spencer zuvor einen Anruf der Queen erhalten hatte, der das Gegenteil versicherte.IMAGO/Avalon.red

«Aufgestaute Verachtung für Diana»

Charles Spencer soll sich dagegen ausgesprochen haben. Seiner Ansicht nach hätte seine Schwester nicht gewollt, dass ihre Kinder einer derart öffentlichen Zerreissprobe ausgesetzt würden. Wenige Tage vor der Trauerfeier in der Londoner Westminster Abbey habe er zudem einen Anruf von einem Mitarbeiter der inzwischen verstorbenen Königin Elizabeth II. erhalten. Dieser habe ihm versichert, dass die Kinder nicht am Trauerzug teilnehmen würden.

Doch der damalige Prinz Charles soll sich dagegen gewehrt und sogar das Pflichtgefühl der Familie Spencer infrage gestellt haben. Dabei habe er erklärt, Diana – deren Tod weltweit eine Welle der Trauer ausgelöst hatte – werde schon früh genug vergessen sein. Der Autor beschreibt die angebliche Äusserung als Ausdruck der «aufgestauten Verachtung des Monarchen für Diana und seines Entsetzens darüber, wie sehr ihr Tod die Welt erschütterte», berichtet die «Daily Mail».

Charles III. spricht von getrübten Erinnerungen

Ein Sprecher des Buckingham-Palasts reagierte kritisch auf die bevorstehende Veröffentlichung der Memoiren von Prinzessin Dianas Bruder. Er gab zu bedenken, dass Trauer das Urteilsvermögen und die Erinnerung beeinträchtigen könne.

«Seine Majestät ist sich bewusst, dass der Schmerz über den Verlust der Schwester den Verstand benebeln, das Urteilsvermögen beeinträchtigen und die Erinnerung auf eine Weise verzerren kann, die für Aussenstehende nicht nachvollziehbar ist – selbst viele Jahre nach einem solchen Verlust», erklärte der Sprecher gegenüber dem Magazin «People».

Charles Spencers Buch erscheint am 22. September.

Karin Leuthold

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.

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