Polizei räumt Club – Lage eskaliert und es fliegen Steine

Darum gehts
- Vor einem Club an der Stauffacherstrasse in Bern ist es in der Nacht auf Samstag zu heftigen Ausschreitungen gekommen.
- Die Polizei räumte das Lokal, setzte Reizstoff ein und wurde mit Glasflaschen und Steinen beworfen.
- Ein Polizist wurde leicht verletzt, zwei Personen kamen wegen übermässigen Alkoholkonsums ins Spital.
In der Nacht auf Samstag ist es vor einem Club an der Stauffacherstrasse in Bern zu Ausschreitungen gekommen. Laut Kantonspolizei Bern waren die Einsatzkräfte wiederholt Angriffen ausgesetzt. Ein Polizist wurde leicht verletzt.
Kurz nach 0.30 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, wonach es im Lokal zu Ruhestörungen und Sachbeschädigungen gekommen sei. Weil die Situation ausser Kontrolle geraten war, forderte der Veranstalter Unterstützung an. Die Polizei forderte die Anwesenden mehrfach auf, den Club zu verlassen. Als viele Personen der Aufforderung nicht nachkamen, räumten die Einsatzkräfte das Lokal in Absprache mit dem Veranstalter.
Polizei setzt Reizstoff ein – dann fliegen Steine
Weil mehrere Personen den Eingangsbereich blockierten, setzte die Polizei vorübergehend Reizstoff ein. Vor dem Club seien Einsatzkräfte danach aus der Menge heraus mit Glasflaschen und Steinen beworfen worden, teilte die Kantonspolizei mit. Sie setzte unter anderem Tränengas, Pfefferspray und Gummischrot ein.
Weitere Personen solidarisierten sich laut Polizei mit den Beteiligten und ignorierten Aufforderungen der Einsatzkräfte. Mit Müllcontainern, Armierungseisen und Holzpaletten errichteten sie Barrikaden auf der Strasse. Diese konnten kurz nach 2.30 Uhr beseitigt und die Ansammlung aufgelöst werden.
Der betroffene Strassenabschnitt blieb während rund zwei Stunden gesperrt. Mehrere Ambulanzteams standen im Einsatz; zwei Personen mussten wegen übermässigen Alkoholkonsums ins Spital gebracht werden. Die Kantonspolizei Bern ermittelt.
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Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.
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