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Sunday, October 4, 2026

Dino Kessler erinnert sich an die gemeinsame Zeit

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Todd Elik, der Thekenpinkler

Dino Kessler erinnert sich an die gemeinsame Zeit

Blick-Eishockeychef Dino Kessler (59) spielte im Jahr 2000 und 2001 beim EV Zug mit Todd Elik zusammen. Er hat den Kanadier noch in bester Erinnerung.

Publiziert: 03.10.2026 um 16:49 Uhr

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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Todd Elik. Der hat in Zug ja eigentlich eine Schneise der Enttäuschung hinterlassen, weil man auf einen wie ihn da nicht gerade gewartet hatte. War ja noch nicht lange her, seit Bill McDougall bezüglich Eskapaden und Ausschweifungen den Massstab gesetzt hatte. Mehr davon? Falscher Zeitpunkt. Zwar war auch Elik das Konzept «Genug» nicht mehr zugänglich, sobald er was intus hatte, bei Elik war das aber vor allem Bier, während McDougall bezüglich der Rauschmittel keine Linientreue kannte. Allerdings war McDougall ein Geniesser, ein Spassjunkie, während Elik im Rauschzustand bald einmal auf links drehte, rumpöbelte und sich danebenbenahm.

Todd an der Bar? Da wurde im Radius von zehn Metern jeder zur Zielscheibe, wer Blickkontakt suchte oder den Mut zusammenbrachte und ihn ansprach, wurde je nach Pegelstand beschimpft, beleidigt oder bedroht. Ohne Ausnahme. Freundinnen von Mitspielern, Fans, andere Barbesucher. Mitspieler. Wurde es ihm zu bunt, pinkelte er – gerne im Sitzen – einfach gegen die Theke.

Der Amerikaner Chris Tancill und ich waren von der sportlichen Führung zeitnah als Aufpasser nominiert und mit der Order betraut worden, Todd im Ausgang im Auge zu behalten. Das war ziemlich lustig, weil er sich dann irgendwann mit uns anlegte und mit F-Bomben eindeckte, aber nicht so im ganz ernsten Stil. Eher nach dem Motto: Was wollt ihr zwei Spasskellner von mir? Macht ihr Witze?

Im Normalbetrieb der Garderobe war Elik jedenfalls umgänglich, lustig und glänzte mit scharfsinnigen Sprüchen oder Anekdoten aus Nordamerika. Kein lauter, aufdringlicher Typ, kein Possenreisser, keine Pointenorgel und kein Aufschneider.

Während der Saisonvorbereitung unterbreitete er mir mal den Vorschlag, nach dem Nachmittagstraining schnurstracks zum Bier zu gehen und die Nahrungsaufnahme zu streichen. «Kess, that’s how you lose weight», sagte er. «That’s how they do it in the NHL, you know?» Ich hatte aber nicht die Absicht, Gewicht zu verlieren. Und das Konzept, Essen durch Bierkonsum zu ersetzen, war jetzt nicht gerade ein Heureka-Moment. Hatten wir vor allem in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts auch schon gemacht, allerdings ohne Hintergedanken. Das waren mehr so Gute-Laune-Momente, der anekdotische Verzicht auf die Professionalität, weil man das damals so machen konnte. Und die Gewohnheiten der NHL waren damals keine Referenz für uns, man wusste nichts und wollte auch nichts wissen.

Beeindruckt von Elik? Unbedingt. Gar fasziniert. Auf dem Eis die totale Hingabe, aber halt auch da irgendwann nicht mehr sich selbst. Ein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit, wobei nur er selbst definierte, was Recht bedeutet, nicht der Schiedsrichter. Ich hab damals gedacht, der Typ steht sich selbst im Weg, hab ihn als Spieler aber trotzdem bewundert. Vielleicht zähneknirschend. Wegen seines Könnens und dem ausgeprägten Instinkt, sich bietende Möglichkeiten eiskalt, innert Sekundenbruchteilen und mit technischer Perfektion auszunutzen. Gleichzeitig war er kaum in der Lage, in der Hitze irgendeines Gefechts gesunden Menschenverstand walten zu lassen.

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Mannschaft

SP

TD

PT

1

ZSC Lions

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8

16

23

2

Genève-Servette HC

Genève-Servette HC

10

3

18

3

SCL Tigers

SCL Tigers

9

5

15

4

HC Ambri-Piotta

HC Ambri-Piotta

9

-5

14

5

HC Ajoie

HC Ajoie

9

1

14

6

HC Fribourg-Gottéron

HC Fribourg-Gottéron

9

5

14

7

HC Davos

HC Davos

9

0

13

8

Lausanne HC

Lausanne HC

9

-4

12

9

SC Rapperswil-Jona Lakers

SC Rapperswil-Jona Lakers

9

-8

11

10

EV Zug

EV Zug

6

8

10

11

EHC Biel

EHC Biel

8

-1

10

12

SC Bern

SC Bern

7

-2

9

13

HC Lugano

HC Lugano

7

0

8

14

EHC Kloten

EHC Kloten

9

-18

6

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