Deutscher Millionen-Investor vom FBI verhaftet

- Der deutsche Unternehmer Wanja Oberhof sitzt in New York in Untersuchungshaft.
- Er soll einen Investor um 2,5 Millionen Dollar betrogen und einen Grossteil des Geldes privat verwendet haben.
- Bei dem mutmasslich Geschädigten handelt es sich laut Medienberichten um den früheren Siemens-Chef Klaus Kleinfeld.
Vom gefeierten Unternehmensgründer zum Beschuldigten: Der deutsche Unternehmer Wanja Oberhof sitzt seit Montag in Brooklyn (New York) in Untersuchungshaft. Dem 40-Jährigen wird vorgeworfen, im Jahr 2024 einen Investor um 2,5 Millionen Dollar betrogen zu haben. Oberhof habe diesen überzeugt, die Summe «für einen bestimmten Geschäftszweck bereitzustellen, und verwendete dann einen Grossteil dieses Geldes für seine eigenen Zwecke», heisst es in einer Mitteilung. Weiter wird dem Deutschen vorgeworfen, Unterlagen gefälscht zu haben, um seine Taten zu verschleiern. Es ist von «mindestens einem Opfer» die Rede.
Die Ermittlungen werden von der Abteilung für komplexe Betrugsfälle und Cyberkriminalität der New Yorker Staatsanwaltschaft geführt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Dorthin sollen die 2,5 Mio. tatsächlich geflossen sein
Statt die 2,5 Millionen Dollar des Investors wie besprochen in «The Healing Company» zu stecken, wird Oberhof vorgeworfen, den Grossteil des Geldes «zu seinem persönlichen Vorteil» veruntreut zu haben. Wie die New Yorker Staatsanwaltschaft schreibt, wurden rund 25’000 Dollar für die Miete von Oberhofs Luxus-Penthouse in Manhattan genutzt. Über 57’000 Dollar soll der Deutsche zur Tilgung eines Privatkredits verwendet haben. Weiter heisst es, Oberhof habe insgesamt 1,8 Millionen Dollar auf eines seiner Konten im Ausland überwiesen. Damit sein Treiben nicht auffällt, soll er manipulierte Unterlagen vorgelegt haben. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
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Ihn soll Oberhof geprellt haben
Bei dem mutmasslich Geschädigten handelt es sich laut «Bild» und «Handelsblatt» um den früheren Siemens-Chef Klaus Kleinfeld. Ein Sprecher Kleinfelds sagte gegenüber dem «Handelsblatt»: «Bei solchen Sachen hört für meinen Klienten der Spass auf.» Kleinfeld habe sich demnach an die US-Justiz gewandt. Zu dem Zeitpunkt seien die Ermittlungen gegen Oberhof jedoch bereits angelaufen.
Laut «Handelsblatt» wurde die Kaution auf zwei Millionen Dollar festgesetzt. Für eine Freilassung müssten eine sechsstellige Summe hinterlegt und mindestens zwei Bürgen benannt werden. Zudem soll Oberhof Manhattan, Brooklyn und Long Island nicht verlassen dürfen. Weiter muss er seinen Reisepass abgeben.
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Fee Anabelle Riebeling (fee) arbeitet seit 2014 für 20 Minuten. Sie ist stv. Leiterin Wissen/AI, Data und Leiterin des Fachgremiums Faktencheck & Verifikation.
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