Riesen-Bock von Neuer: Bayern spielt nur Remis

Darum gehts
- Beim 5. Bundesliga-Spieltag gelingt Augsburgs Fellhauer gegen Bayern München das schnellste Tor der Bundesliga-Geschichte – nach nur acht Sekunden.
- Bayern-Keeper Manuel Neuer verschuldet zwei Gegentore; die Partie endet 2:2, nachdem zwei Bayern-Treffer wegen Abseits nicht zählen.
- Auch in den anderen Partien fallen viele Tore: Leverkusen gewinnt 4:3 in Mainz, Hamburg siegt 3:2 in Hoffenheim.
Augsburg – Bayern München 2:2
Was für ein Fehlstart für die Bayern! Nach knapp acht Sekunden trifft Fellhauer nach einem kapitalen Patzer von Manuel Neuer zur Augsburger Führung. Neuer will den Ball über den heranstürmenden Augsburger chippen, schafft das aber nicht und sieht, wie Fellhauer ins leere Tor trifft.
Mit dem Tor schockt Fellhauer nicht nur die Bayern – er setzt auch einen neuen Rekord für das schnellste Tor in der Bundesliga. Die Münchner finden kaum ins Spiel und verpassen vor der Pause eine Grosschance, als Kane nur die Latte trifft.
Auch nach dem Seitenwechsel bleibt es turbulent: Zunächst gleicht Ismaël Saibari für die Bayern aus (55.), doch Rodrigo Ribeiro bringt Augsburg nach einem weiteren Patzer von Manuel Neuer erneut in Führung (64.). Die Münchner drücken auf den Ausgleich, gleich zwei vermeintliche Treffer werden wegen Abseits aberkannt. In der 80. Minute erlöst Nathaniel Brown die Gäste schliesslich mit dem 2:2. Nur drei Minuten später verpasst Serge Gnabry die Führung denkbar knapp, als sein Abschluss am Pfosten landet. In der Nachspielzeit steht er beim vermeintlichen Siegtreffer im Abseits. Nach einer spektakulären Partie lautet das Schlussresultat 2:2.
Union Berlin – Elversberg 1:0
Trotz zahlreicher Chancen bleibt es in Berlin zunächst torlos. Elversberg erwischt den besseren Start und kommt durch Rohr zu einem Lattentreffer. Danach übernimmt Union zunehmend die Kontrolle, kann seine Möglichkeiten aber nicht nutzen.
Union erhöht nach der Pause den Druck, lässt jedoch mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt. Erst in der 81. Minute erlöst Livan Burcu den Schweizer Trainer Mauro Lustrinelli und die Berliner mit dem Führungstreffer. Elversberg wirft in der Schlussphase nochmals alles nach vorne, doch am Ende jubeln Lustrinelli und die Unioner. Es bleibt 1:0.
Mainz 05 – Leverkusen 3:4
Bei Urs Fischer in Mainz wiederum winkt ein wahres Torfestival: Leverkusen erwischt einen Traumstart und führt durch Andrich (5.) und Schick (9.) früh mit 2:0. Doch die Mainzer schlagen zurück: Caci schnürt innerhalb von neun Minuten einen Doppelpack und gleicht noch vor der Pause aus.
Nach dem Seitenwechsel geht das Spektakel weiter. Erst bringt Jarell Quansah die Gäste erneut in Führung (55.), dann erhöht Moussa Diaby mit einem sehenswerten Schlenzer auf 4:2 (65.). Mainz versucht nochmals zu reagieren, doch Leverkusen hat die Partie zunehmend im Griff. Am Ende trennen sich die beiden Teams mit 3:4.
Hoffenheim – Hamburg 2:3
Der HSV geht durch Poulsen (12.) früh in Führung und verteidigt diese lange geschickt. In einer turbulenten Nachspielzeit wird zunächst ein Treffer von Hoffenheims Conté aberkannt, ehe Bornauw mit einem Eigentor für den Ausgleich sorgt.
Nach der Pause schlägt Conté erneut zu: In der 53. Minute erzielt der Hoffenheimer sein erstes Bundesliga-Tor und dreht damit die Partie zugunsten der Gastgeber. Doch in der 65. Minute schwächen sich die Hausherren selbst: Bernardo sieht nach einem Foul Gelb-Rot.
Der HSV drückt in Überzahl auf den Ausgleich. Ein vermeintlicher Treffer wird zunächst wegen eines Handspiels aberkannt, ehe Terem Moffi in der 83. Minute tatsächlich zum 2:2 trifft. Am Ende setzt ausgerechnet Miro Muheim nach seiner langen Verletzungspause und den Gerüchten um einen Wechsel den Schlusspunkt. Der Nati-Profi trifft per Volley sehenswert zum 3:2 für den HSV.
Paderborn – Stuttgart 0:2
Stuttgart übernimmt von Beginn an das Kommando und belohnt sich in der 25. Minute: Jeff Chabot köpft aus vier Metern zur verdienten Führung ein. Gegen Ende der ersten Halbzeit kommt Paderborn besser ins Spiel und erhöht nach dem Seitenwechsel den Druck deutlich.
Stuttgart bleibt auch nach der Pause gefährlich. In der 63. Minute vergibt Ermedin Demirović eine Riesenchance, als er frei vor Paderborns Keeper Noll scheitert. In der 83. Minute macht es Chris Führich besser: Mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte erhöht er auf 2:0 und besiegelt so den Sieg.
Céline Eicher (eic), Jahrgang 1996, arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie ist Praktikantin im Ressort Sport.
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