BMW zieht Dienstwagenangebot für AfD-Politiker zurück

- BMW hat sein Leasing-Angebot für den Dienstwagen von AfD-Politiker Tobias Rausch am 6. Oktober zurückgezogen.
- Rausch war an diesem Tag zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt gewählt worden. Eine Begründung nannte BMW nicht.
- AfD-Politikerin Beatrix von Storch wandte sich daraufhin auf X an Elon Musk und fragte, ob Tesla einen Dienstwagen bereitstellen würde.
Der Münchner Autobauer BMW will dem neuen Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt nun doch keinen Dienstwagen verleasen. Wie die Landtagsverwaltung gegenüber der «Zeit» bestätigte, zog die Konzernzentrale ihr Angebot am 6. Oktober zurück. Am selben Tag war der AfD-Politiker Tobias Rausch ins Amt gewählt worden.
Wie findest du es, dass BMW sein Leasing-Angebot für den AfD-Politiker zurückgezogen hat?
Eine Begründung gab BMW nicht. Man äussere sich grundsätzlich nicht zu Kundenbeziehungen, hiess es vonseiten eines Konzernsprechers. Erst wenige Tage zuvor hatte sich BMW-Chef Milan Nedeljković in der «FAZ» allerdings klar zur AfD geäussert: Rechtspopulismus und Nationalismus seien «Gift für einen weltoffenen Wirtschaftsstandort, der vom Welthandel lebt».
Von Storch wendet sich an Musk
Aus der AfD kam am Donnerstagabend eine Reaktion. Die stellvertretende Chefin der AfD-Bundestagsfraktion, Beatrix von Storch, wandte sich auf X direkt an Tesla-Chef Elon Musk. Auf Englisch fragte sie, ob Tesla bereit wäre, Rausch einen Dienstwagen zur Verfügung zu stellen.
Vorerst fährt Rausch im 7er-BMW, den schon sein Vorgänger von der CDU genutzt hatte. Dessen Leasingvertrag endet jedoch im November. Findet der Landtag bis dahin keinen Ersatz, könnte der Präsident ohne Dienstwagen dastehen.
Laut Verwaltung war BMW der einzige grosse deutsche Hersteller, der überhaupt ein Angebot gemacht hatte. Von Mercedes und Audi seien bisher keine Offerten eingegangen. Dabei stammt ein grosser Teil der Fahrzeuge von Landtag und Landesregierung bislang von BMW.
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