Christa Pike aus Spital entlassen

Vor zehn Tagen überlebte Christa Pike ihre Exekution per Giftspritze – nun wurde sie aus dem Spital entlassen.
Publiziert: vor 14 Minuten
Natalie ZumkellerRedaktorin News
Zwei Dosen Pentobarbital sollten ihr Todesurteil sein. Doch die verurteilte US-Mörderin Christa Pike (50) überlebte die Injektionen und wurde nach der gescheiterten Hinrichtung im US-Bundesstaat Tennessee in ein Spital gebracht.
Nach zehn Tagen wurde sie am Samstag wieder entlassen, wie ihre Anwälte mitteilen. Laut «BBC» wurde die 50-Jährige zurück ins Gefängnis gebracht. Dort wird sie weiterhin medizinisch versorgt. Wie es nun mit ihr weitergeht, ist unklar.
«Wütend» und «verwirrt»
Nachdem sie am 30. September die Giftspritzen bekam, dürfte der sonst tödliche Wirkstoff in ihr Gewebe gelaufen sein, anstelle durch die Venen in die Blutbahnen zu gelangen. Pike wurde daraufhin in einem kritischen Zustand ins Spital gebracht – der Fall erregte auf der ganzen Welt grosse Aufmerksamkeit.
Erst am Donnerstag wurde bekannt, dass Pike eine «bemerkenswerte» Genesung hinlegen würde. So konnte sie nur eine Woche nach der gescheiterten Hinrichtung wieder mit Unterstützung gehen und Nahrung zu sich nehmen. Sie selbst sei laut ihren Anwälten «wütend» und «verwirrt» über das Geschehene.
Die Verteidigung verlangt nach der gescheiterten Hinrichtung die Umwandlung von Pikes Todesstrafe in lebenslange Haft. Die Strafvollzugsbehörde von Tennessee sichert derweil Akten und andere Beweismittel über den fehlgeschlagenen Versuch der tödlichen Injektion.
Pike war 1996 zum Tode verurteilt worden, nachdem sie ein Jahr zuvor – gemeinsam mit ihrem damaligen Freund – die junge Colleen Slemmer ermordet hatte.
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