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Saturday, September 26, 2026

Risiko von Gangunsicherheiten – Prävention im Alter: Wie Senioren Stürze verhindern können

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Jedes Jahr sterben in der Schweiz 1700 Menschen infolge von Stürzen. 95 Prozent von ihnen sind über 65 Jahre alt. Das schreibt die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) auf ihrer Website. Bei Seniorinnen und Senioren sind Stürze ausserdem die häufigste Ursache für Verletzungen. Die Hälfte der Stürze ereignet sich zu Hause.

Person mit Rollator wirft langen Schatten auf einen Gehweg.
Legende: Unsicherheiten beim Gehen sind meist ein erstes Anzeichen für eine wachsende Sturzgefahr. Fachleute rufen dazu auf, sie ernst zu nehmen. KEYSTONE/Christian Beutler

«Es ist wichtig, sich auf diese Problematik vorzubereiten und Prävention zur Vermeidung von Gangunsicherheiten und Stürzen zu betreiben», betont Aurélie Tahar, leitende Ärztin des Zentrums für Prävention und Behandlung von Stürzen der Universitätsspitäler Genf (HUG), gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS).

In diesem spezialisierten Zentrum, das es erst seit zwei Jahren gibt, nehmen Patientinnen und Patienten an zwei Nachmittagen pro Woche an einem Rehabilitationsprogramm teil. Sie haben einen oder mehrere Stürze erlebt und nehmen auf Empfehlung ihres Hausarztes oder ihrer Hausärztin an diesem Programm teil.

Die Kosten für die Gesellschaft

Gemäss den Fachleuten handelt es sich um ein grosses Problem der öffentlichen Gesundheit, das jährlich gigantische Kosten von 1.8 Milliarden Franken verursacht. «Das sind die gesamten direkten Kosten: die Kosten für Spitalaufenthalte, für Operationen oder die Rehabilitation nach einer Operation», betont Lucien Combaz, Mediensprecher der BfU.

Das hilft zur Vermeidung von Stürzen im höheren Alter:

«Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs», ergänzt er. «Wir wissen, dass es auch viele andere Kosten gibt, die durch Stürze verursacht werden. Zum Beispiel, wenn Massnahmen ergriffen werden müssen, damit eine Person zu Hause bleiben kann. Die tatsächlichen Kosten für die Gesellschaft sind also viel höher.»

Stürze nicht verharmlosen

Mit der Alterung der Bevölkerung droht sich die Situation zu verschlimmern. In den kommenden Jahren könnte die Zahl der Stürze stark zunehmen. Umso dringender ist es darum nach Ansicht der Ärztin Aurélie Tahar, Prävention zu betreiben: «Wir sollten alle älteren Menschen dazu ermutigen, regelmässig körperlich aktiv zu sein und eine ausgewogene, proteinreiche Ernährung zu haben», betont sie.

Ausserdem warnt sie davor, einen Sturz oder erste Anzeichen von Gangunsicherheiten zu verharmlosen. Die Schwere eines Sturzes werde von den Betroffenen oft unterschätzt.

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