Erfolg für den Umweltschutz – Das Ozonloch über der Antarktis wird immer kleiner

Darum geht es: Das Ozonloch über der Antarktis war 2025 so klein wie selten zuvor seit Anfang der 1990er-Jahre. Laut der Weltwetterorganisation WMO war es das zweite Jahr in Folge, dass sowohl die horizontale Ausdehnung als auch die vertikale Tiefe deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010 lagen.
Erfolg für Umweltschutz: WMO-Chefin Celeste Saulo sagte: «Das ist ein Erfolg für den Umweltschutz!» Seit dem Jahrtausendwende erhole sich die Ozonschicht stetig. «Wir können davon ausgehen, dass sie sich innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig erholen wird.»
Internationale Anstrengung: 1987 wurde das Montrealer Protokoll verabschiedet – ein internationales, völkerrechtlich verbindendes Abkommen. Auf dessen Basis wurden weltweit schädliche Stoffe wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) schrittweise verboten. FCKW hatten das 1985 erstmals beschriebene Loch über der Antarktis verursacht. Die Substanzen wurden unter anderem in Kühlanlagen und Löschschäumen eingesetzt. Das Montrealer Protokoll gilt als erfolgreichster Umweltvertrag der Welt, der jemals abgeschlossen wurde.
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Darum essenziell: Die nur gerade drei Millimeter dünne Ozonschicht in der Stratosphäre rund 15 bis 30 Kilometer über dem Erdboden ist wichtig, weil sie Pflanzen, Tiere und die Menschen vor gefährlichen UV-Strahlen der Sonne schützt. Diese können etwa Hautkrebs verursachen.
Höhere UV-Strahlung über Europa
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Über der Arktis deutet der langfristige Trend also auf eine Erholung der Ozonschicht hin. Dagegen seien auf der Nordhalbkugel im letzten Jahr erneut tiefere Ozonwerte in grosser Höhe gemessen worden, so die WMO. Die Weltwetterorganisation führt dies allerdings nicht auf ein Loch in der Ozonschicht zurück, wie es über der Antarktis der Fall ist. Vielmehr seien andere meteorologische Phänomene verantwortlich.
So gebe es eine Art Verdünnungseffekt der Ozonschicht in der Nordhemisphäre, so die WMO. Seit Mitte der 1990er-Jahre habe die UV-Strahlung in Teilen Europas um bis zu 20 Prozent zugenommen. Das liege vor allem daran, dass es dort weniger Wolken gebe als früher und die Sonnenscheindauer damit steige.
Umso wichtiger ist es für die Bevölkerung, sich vor der UV-Strahlung zu schützen – etwa mittels Sonnenschutzmittel mit hohem UV-Schutzfaktor oder UV-schützender Kleidung.
Neue Schadstoffe: FCKW sind inzwischen verboten. Sie wurden durch andere Substanzen ersetzt. Manche von diesen schädigen zwar nicht die Ozonschicht, es sind aber starke Treibhausgase, die den Klimawandel anheizen. Der Klimawandel wiederum verändert die Dynamik in der Atmosphäre und kann dazu führen, dass sich die Regeneration der Ozonschicht verlangsamt. Andere Stoffe wie Stickstoffmonoxid, das durch den Einsatz von Kunstdünger freigesetzt wird, sind klimaschädlich und bauen auch Ozon ab.
Begründete Hoffnung: Trotz der immer noch eingesetzten, ozonschädlichen Stoffe sei die Hoffnung auf eine vollständige Erholung der Ozonschicht aber nicht unbegründet, sagt SRF-Wissenschaftsredaktorin Irène Dietschi. «Es gibt ja die internationalen Klimaziele – und in diesem Rahmen die Bemühungen, den Ausstoss gefährlicher Treibhausgase weiter einzudämmen.» Dies komme auch der Ozonschicht zugute. Ausserdem sollen gemäss einem Zusatz zum Montrealer Protokoll die als FCKW-Ersatz eingesetzten, klimaschädlichen HFKW (teilhalogene Fluorkohlenwasserstoffe) bis 2047 weltweit drastisch reduziert werden.
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