The Daily Newsstand · Free, Always
Tuesday, September 15, 2026

Betrug per E-Mail – Achtung, gefälschte Steuerrechnung! So reagieren Sie richtig

Translate
  • In mehreren Kantonen sind gefälschte E-Mails im Namen der kantonalen Steuerverwaltung im Umlauf.
  • Betroffen sind unter anderem Zug, Luzern, Schwyz, Uri, Ob- und Nidwalden.
  • In den E-Mails wird unter Androhung von Betreibung, Mahnspesen oder Verzugszinsen zur Zahlung eines Steuerausstands aufgefordert.

Die betrügerischen Mails werden unter der Verwendung von «eTax.ch» versendet. Nach der Steuerverwaltung Schwyz warnt nun auch jene von Zug mit einer Mitteilung vor diesen Phishing-Versuchen.

Wie eine Nachfrage von SRF zeigt, sind mindestens sämtliche Zentralschweizer Kantone von der Betrugsmasche betroffen.

Anfang Bildergalerie

Bildergalerie überspringen

  • Bild 1 von 2. So sieht die gefälschte E-Mail aus ... Bildquelle: Kanton Zug.

    Screenshot eines Schreibens zur definitiven Steuerabrechnung mit ausstehendem Saldo.
  • Bild 2 von 2. ... die derzeit in mehreren Kantonen kursiert. Bildquelle: Kanton Zug.

Ende der Bildergalerie

Zurück zum Anfang der Bildergalerie.

eTax ist eine Software, um die Steuererklärung online einzureichen. Gemäss Angaben des Anbieters ist die Anwendung in 13 Kantonen im Einsatz, ausserhalb der Zentralschweiz unter anderem im Kanton Zürich und im Kanton Aargau. Zwei weitere Kantone – Freiburg und Neuenburg – nutzen eine Download-Lösung.

«Ob und in welchem Umfang sämtliche Kantone betroffen sind, die eTax einsetzen, können wir derzeit nicht abschliessend beurteilen», schreibt Marcel Ringler von der Entwicklerfirma Ringler Informatik AG auf Anfrage. Man habe die Phishing-Kampagne dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) gemeldet.

Kein Hinweis auf Abfluss von Steuerdaten

Laut Marcel Ringler kann ein Hackerangriff aktuell ausgeschlossen werden. «Nach unseren bisherigen Abklärungen bestehen keine Hinweise auf eine Kompromittierung der Systeme von eTax.ch oder Ringler Informatik AG und keine Hinweise auf einen Abfluss von Steuerdaten.»

Offen ist, auf welche E-Mail-Adressen die unbekannte Täterschaft zurückgegriffen hat. Dazu gebe es «keine gesicherten Erkenntnisse», so Ringler. «E-Mail-Adressen können grundsätzlich aus zahlreichen Quellen stammen, beispielsweise aus öffentlich verfügbaren Verzeichnissen.»

Fünf Tipps, wie Sie sich vor diesem Betrug schützen:

  1. Klicken Sie nicht auf die Links in der verdächtigen E-Mail.
  2. Öffnen Sie das Steuerportal ausschliesslich über die offizielle Internetseite des Kantons beziehungsweise der kantonalen Steuerverwaltung.
  3. Geben Sie keine persönlichen Daten, Zugangsdaten, Kreditkarten- oder Bankinformationen über Links in E-Mails bekannt.
  4. Zweifeln Sie an der Echtheit einer Mitteilung oder einer offenen Steuerforderung, kontaktieren Sie die zuständige Steuerverwaltung.
  5. Falls Sie bereits auf einen Link geklickt und Zahlungs- oder Zugangsdaten eingegeben haben, wenden Sie sich umgehend an Ihre Bank.

Regionaljournal Zentralschweiz, 15.9.2026, 12:03 Uhr ;  sda/fise;buec;rama

View the original on SRF News

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.