Welche Konsequenzen zieht Wagner aus der Magdeburg-Niederlage?
Nach dem 0:3 in Magdeburg steht Sandro Wagner bei Hannover 96 schon früh unter Druck: Muss Franz Roggow gegen St. Pauli auf die Bank? Auch Emir Sahiti und Bastian Allgeier geraten nach dem Fehlstart ins Visier.

Schwarzer Tag in Magdeburg: Franz Roggow musste schon nach 45 Minuten raus. IMAGO/DeFodi Images
Das klingt alles nach Eitelsonnenschein in Hannover: "Die Arbeit mit Sandro Wagner macht unheimlich viel Spaß", erzählt 96-Neuzugang Marcel Hartel, "die Einheiten auf dem Platz sind top und auch die Ansprachen sitzen." Das Problem: Hartels Aussagen passen mit den Darbietungen am vergangenen Samstag beim 0:3 in Magdeburg nicht zusammen. 96 bot die schlechteste Leistung dieser Saison und hätte auch gut und gerne noch höher verlieren können. Kurzum: Einen schlechteren Start hätte Sandro Wagner nicht erwischen können. "Es ist extrem wichtig, dass wir jetzt nicht verkrampfen oder den Kopf in den Sand stecken. Magdeburg ist abgehakt, jetzt blicken wir nach vorne", kündigte Hartel an.
Wagners Debüt
Trotzdem wird Wagner personelle Konsequenzen ziehen müssen nach dem desolaten Auftritt. Die Mannschaft präsentierte sich nicht zweitligareif. Erster Anwärter für einen Platz auf der Ersatzbank am Samstag im Heimspiel gegen den FC St. Pauli dürfte Franz Roggow sein. Der Mittelfeldspieler kam im Sommer 2025 von Borussia Dortmund II nach Hannover und blieb trotz aller technischen Fähigkeiten den Nachweis seiner Zweitliga-Tauglichkeit bislang schuldig. In Magdeburg verursachte Roggow durch eine Nachlässigkeit das erste Gegentor, blieb danach fahrig - und in der Halbzeitpause in der Kabine.
Auch Sahiti dürfte nur ein Bank-Platz bleiben
Ebenfalls ein Kandidat für die Bank dürfte Emir Sahiti sein, der in Magdburg neben Benjamin Källman in der Spitze beginnen durfte und sich nicht empfehlen konnte. Sollte Wagner auf eine Spitze umstellen, wird das wohl Källman sein oder Benedikt Pichler, dessen Verletzungsanfälligkeit allerdings keine verlässlichen Planungen zulässt. Vor dem Magdeburg-Spiel hatte er im Training gefehlt.
Auch in der Abwehr hätte der Trainer Grund zur Rotation. Für den in Magdeburg völlig indisponierten Bastian Allgeier könnte Virgil Ghita den rechten Platz in der Dreierkette einnehmen. WM-Teilnehmer Ime Okon stünde für diese Position ebenfalls bereit.
Ein Systemwechsel scheint denkbar
Möglicherweise wird der neue Coach aber auch das System umstellen und mit einer Viererkette sowie zwei Sechsern starten. Safety first könnte nach dem Debakel eine Variante sein, um die verunsicherte Mannschaft wieder auf die Füße zu bekommen. Eine weitere Niederlage sollte sich 96 nach dem verunglückten Start von Wagner nicht erlauben, sonst könnte die Stimmung bei Fans und Verantwortlichen acht Tage vor dem Derby in Braunschweig labil werden.
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