Hunderte Betroffene: Just Eat plant Massenentlassung

- Der Lieferdienst Just Eat stellt in der Schweiz von Festangestellten auf Selbstständige und Flottenpartner um.
- Von rund 700 Kurieren dürften mehrere Hundert ihre Stelle verlieren, die genaue Zahl steht in etwa zwei Wochen fest.
- Schweiz-Chef Lukas Streich nennt flexiblere Einsätze als Grund, etwa nachts, und verweist auf einen Sozialplan.
Just Eat baut um: Statt Festangestellte sollen künftig Selbstständige und externe Flottenpartner liefern. Von den rund 700 Kurieren dürften mehrere Hundert ihre Stelle verlieren. Das kündigt Schweiz-Chef Lukas Streich in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» an.
Wie viele es genau trifft, ist offen. «Die genaue Zahl wird uns erst in etwa zwei Wochen nach Abschluss des Konsultationsverfahrens vorliegen», sagt Streich zum «Tages-Anzeiger». Es gebe einen Sozialplan – und wer wolle, könne sich danach als Selbstständiger um Aufträge bewerben.
Angestellte in der Westschweiz nicht betroffen
Sparen wolle man nicht, sagt Streich. Es gehe um die Kundschaft: «Sie wollen auch etwa nachts um 2 Uhr einen Hamburger oder nachmittags Kuchen und Matcha-Latte.» Mit Schichtplänen zwei Wochen im Voraus sei das nicht machbar. Nach Mitternacht verbiete das Arbeitsgesetz Lieferungen durch Angestellte ohnehin.
Das neue Modell gilt nicht überall gleich: Im Tessin übernimmt der Flottenpartner On Duty, in Bern, Basel, Winterthur, Zürich und der Ostschweiz sollen vor allem Selbstständige fahren. In der Westschweiz bleiben die Kuriere wegen eines Gerichtsurteils angestellt.
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Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
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