Nobelpreis 2026 – Die Welt blickt nach Oslo: Wer bekommt den Friedensnobelpreis?

Oslo im Fokus der Weltöffentlichkeit: Die norwegische Nobeljury lüftet heute um 11 Uhr das Geheimnis um den diesjährigen Friedensnobelpreis. Den oder die Preisträger wählt sie aus 287 Kandidatinnen und Kandidaten aus, die in diesem Jahr für den begehrten Preis vorgeschlagen wurden – 208 Personen und 79 Organisationen. Wer nominiert ist, ist streng geheim. Die Liste mit den Namen bleibt 50 Jahre lang in einem Tresor in Oslo verwahrt.
Skandal im letzten Jahr: Auch US-Präsident Donald Trump soll wieder unter den Nominierten sein. Dass er den Preis bekommt, der als wichtigste Auszeichnung der Welt gilt, dürfte jedoch in diesem Jahr genauso unwahrscheinlich sein wie im letzten. Damals war der Preis an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado gegangen. Diese widmete ihre Auszeichnung allerdings Trump und schenkte ihm ihre Medaille. Zuvor hatte sich der Präsident immer wieder selbst für den Preis ins Spiel gebracht. Auf seine eigene Auszeichnung muss er aber weiter warten: Offiziell weitergeben kann Machado den Preis laut Nobel-Regeln nicht.
Wenn die Wahl für Kritik sorgt: Dass die Verleihung des Friedensnobelpreises für Kopfschütteln oder Unmut sorgt, ist indes keine Seltenheit. So bekam der damals frisch gewählte US-Präsident Barack Obama 2009 quasi als Vorschusslorbeere den Preis verliehen. Während seiner ganzen Amtszeit musste sich Obama daran messen lassen.
Einer der bittersten Fehlentscheide des Friedens-Nobelpreis-Komitees war die Verleihung an den Äthiopischen Premierminister Abiy Ahmed 2019. Er erhielt den Preis für den historischen Friedensschluss mit dem Nachbarstaat Eritrea. Nur ein Jahr nach der Auszeichnung befahl er eine Grossoffensive gegen die abtrünnige Region Tigray. Dieser Krieg forderte hunderttausende Tote, Vertriebene und viel Leid in der Zivilbevölkerung.
Die Friedensnobelpreisträger der letzten Jahre
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Bild 1 von 12. 2025 gewann die venezolanische Oppositionelle María Corina Machado den Preis. Mit der Weitergabe der Medaille an US-Präsident Trump sorgte sie für noch mehr Schlagzeilen. Bildquelle: REUTERS/Isabel Infantes.
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Bild 2 von 12. 2024 wurde die japanische Friedensorganisation Nihon Hidankyo ausgezeichnet. Sie setzt sich für eine Welt ohne Atomwaffen ein. Bildquelle: NTB/Jonas Been Henriksen/via REUTERS ATTENTION EDITORS.
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Bild 3 von 12. 2023 ging der Preis an die iranische Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi. Da sie zum Zeitpunkt der Verleihung in ihrer Heimat im Gefängnis sass, nahm ihre Tochter den Preis entgegen. Bildquelle: NTB/Fredrik Varfjell via REUTERS.
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Bild 4 von 12. Ales Bjaljazki. 2022 erhielt der Belarusse Ales Bjaljazki, ... Bildquelle: Keystone/TATYANA ZENKOVICH.
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Bild 5 von 12. «Center for Civil Liberties». ....das «Center for Civil Liberties», Ukraine, sowie... Bildquelle: Keystone/SERGEY DOLZHENKO.
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Bild 6 von 12. «Memorial». ... die Organisation «Memorial» – hier Oleg Orlov, ein Mitglied des Vorstandes – mit Sitz in Moskau, Russland, den Friedensnobelpreis. Der Menschenrechtsaktivist und die zwei Organisationen wurden unter anderem für ihre Bemühungen, Kriegsverbrechen, Menschenrechtsverletzungen und Machtmissbrauch zu dokumentieren, ausgezeichnet. Bildquelle: Keystone/Alexander Zemlianichenko).
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Bild 7 von 12. Maria Ressa. Im Jahr 2021 verlieh das norwegische Institut den Friedensnobelpreis an Maria Ressa, Philippinen, und... Bildquelle: Keystone/Aaron Favila.
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Bild 8 von 12. Dmitri Muratow. ... Dmitri Muratow, Russland, für ihre Bemühungen um die Wahrung der Meinungsfreiheit. Bildquelle: Keystone/Alexander Zemlianichenko.
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Bild 9 von 12. Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP). Den Nobelpreis für Frieden 2020 erhielt wieder eine Organisation: das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) mit Sitz in Rom, Italien. Das Komitee begründete den Entscheid mit den Bemühungen des WFP, den Einsatz von Hunger als Waffe für Krieg und Konflikte zu verhindern. Bildquelle: Keystone/ORLANDO BARRIA.
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Bild 10 von 12. Abiy Ahmed. Der Äthiopier Abiy Ahmed bekam 2019 für seine Initiative zur Lösung des Grenzkonflikts mit Eritrea den Friedensnobelpreis. Bildquelle: Keystone/Francisco Seco.
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Bild 11 von 12. Denis Mukwege. 2018 gab es wieder zwei Preisträger: Denis Mukwege, Demokratische Republik Kongo, sowie... Bildquelle: Keystone/PATRICK SEEGER.
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Bild 12 von 12. Nadia Murad. ... Nadia Murad, Irak, «für ihren Einsatz gegen sexuelle Gewalt als Waffe in Kriegen und bewaffneten Konflikten». Bildquelle: Keystone/Salvatore Di Nolfi.
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Wer sind die Favoriten in diesem Jahr? Experten rechnen damit, dass die Jury in diesem Jahr versuchen wird, einen neuen Skandal zu vermeiden – und sich auf weniger umstrittene Kandidaten einigt. Aussichtsreiche Kandidaten könnten demnach Kinderrechtsorganisationen wie Save the Children oder die Emergency Response Rooms im Sudan sein – lokale Netzwerke, die seit Beginn des Krieges humanitäre Hilfe in Form von Lebensmitteln, medizinischer Versorgung und Notunterkünften organisieren.
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