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Tuesday, October 13, 2026

Nach Sabotage in Polen zwei Festnahmen in Deutschland

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"Auf Antrag der polnischen Geheimdienste hat die deutsche Polizei zwei türkische Staatsbürger festgenommen, die verdächtigt werden, die Starlink-Station in Masowien angezündet zu haben", schreibt Polens Regierungschef Donald Tusk auf der Plattform X. "Die Täter dieser Sabotageaktion werden sich vor der polnischen Justiz verantworten müssen."

Polen Warschau 2026 | Donald Tusk zur Festnahme mutmaßlicher Saboteure in Deutschland
"Die Täter werden sich vor der Justiz verantworten müssen", kündigte Polens Regierungschef Donald Tusk anBild: Dominika Zarzycka/SOPA Images/ZUMA/dpa/picture alliance

Das baden-württembergische Landeskriminalamt (LKA) bestätigte inzwischen, dass in Nürtingen zwei Männer auf polnisches Ersuchen hin festgenommen wurden - ohne Angaben zu den Hintergründen zu machen. Sie sollen demnach im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll die Polizei in Berlin-Spandau einen weiteren Verdächtigen gefasst haben, möglicherweise den Fahrer der beiden anderen mutmaßlichen Täter.

Starlink ist wichtig für ukrainische Streitkräfte

Am 23. September war in einem Terminal des Satelliteninternetdienstes Starlink in Wola Krobowska, etwa 50 Kilometer südlich von Warschau, ein Brand ausgebrochen. Starlink wird vom Raumfahrtunternehmen SpaceX des US-Tech-Milliardärs Elon Musk betrieben und spielt für die Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte eine wichtige Rolle.

Ukraine Kyjiw 2024 | Antenne des Satelliten-Internetanbieters Starlink auf einem Zug
Antenne des Satelliteninternetdienstes Starlink auf einem Zug in Kyjiw (Archivbild)Bild: Christoph Soeder/dpa/picture alliance

Die attackierte Station, die bei dem Brand nicht zerstört wurde, wird nach Angaben der polnischen Behörden unter anderem dazu genutzt, Internetdaten durch Polen in die Ukraine zu leiten. Die polnische Regierung sprach kurz nach dem Anschlag von einem wahrscheinlichen Sabotageakt.

"Keinerlei Zweifel" an russischer Beteiligung

Polens Innenminister Marcin Kierwinski sagte, sobald die nun gefassten Tatverdächtigen nach Polen gebracht würden, werde man ihnen Sabotage und die Tätigkeit im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes zur Last legen. Der Minister für die Koordinierung der Geheimdienste, Tomasz Siemoniak, betonte, es gebe "keinerlei Zweifel daran, dass hinter diesem Sabotageakt russische Geheimdienste stehen". Diese würden immer häufiger auf Personen zurückgreifen, die Verbindungen zur kriminellen Welt hätten.

Polens Polizeichef Marek Boron sagte, die Ermittler hätten nach dem Brandanschlag die Vorbereitungen auf die Tat sowie die Flucht vom Tatort rekonstruieren können. "Wir verfügen über Fingerabdrücke, DNA-Spuren der Täter sowie Informationen darüber, wie sie sich bewegt haben, wann sie nach Polen eingereist sind und wann sie aus unserem Land ausgeflogen wurden", sagte er.

Seinen Angaben nach besitzt einer der Tatverdächtigen die türkische Staatsangehörigkeit und ist in Deutschland ansässig. Der andere Festgenommene habe ebenfalls die türkische Staatsangehörigkeit, für ihn gebe es in Deutschland eine Abschiebungsanordnung. Man hoffe, dass beide schnell an die polnischen Behörden überstellt würden.

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