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Monday, August 17, 2026

Erwärmung der Meere – Great Barrier Reef: Leichte Verbesserung an der Korallenfront

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Worum geht es? Die Korallen am Great Barrier Reef zeigen nach Jahren schwerer Bleiche erste Anzeichen von Erholung. Ein später Monsunregen in den ersten Monaten des Jahres brachte die dringend benötigte Abkühlung, wie eine Studie von Experten besagt. Der jüngste Jahresbericht des australischen Meeresforschungsinstitut AIMS zeigt, dass Wind, Wellen und Durchmischung dafür sorgten, dass heisses Oberflächenwasser mit kühlerem Wasser aus tieferen Schichten vermischt wurde. Die Wissenschaftler sprechen von «ermutigenden Anzeichen einer Erholung».

Was sind Korallen eigentlich?

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Korallen sind winzige Nesseltiere, die in grossen Kolonien leben und gewaltige Riffstrukturen aus Kalk aufbauen.

Besonders hitzeempfindliche Acropora-Korallen am Great Barrier Reef könnten sich zwar schnell erholen, doch diese Erholung könnte bei einer schweren Bleiche schon innerhalb eines Jahres wieder zunichtegemacht werden, warnte der Leiter des Langzeit-Monitoringprogramms des AIMS, Mike Emslie.

Was hat sich ein wenig erholt? Die Bedeckung mit lebenden Hartkorallen nahm demnach in den nördlichen und zentralen Regionen leicht zu: Im Norden stieg sie zwischen August 2025 und Juni 2026 von 30 auf 35.1 Prozent, im Zentrum von 28.6 auf 31.6 Prozent. Im Süden sank sie dagegen leicht von 26.9 auf 26.4 Prozent. Für den Bericht hatten die Wissenschaftler insgesamt 121 Korallenriffe untersucht. Bei 28 Prozent dieser Riffe nahm die Bedeckung mit lebenden Korallen zu, bei 56 Prozent blieb sie unverändert und bei 16 Prozent ging sie zurück.

Great Barrier Reef: Sechs Massenbleichen in zehn Jahren

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Nach Angaben von AIMS (Australian Institute of Marine Science) gab es 2025 die sechste Massenbleiche des Great Barrier Reef seit 2016. Diese war allerdings deutlich kleiner und weniger schwerwiegend als die von 2024. Zudem trat Anfang 2026 im Norden und Zentrum eine regionale Bleiche auf.

Unter Wasser Aufnahme eines Korallenriffes mit Taucher im Hintergrund.
Legende: Diese Aufnahme aus dem Jahr 2016 zeigt eine der verheerenden Massenbleichen des Great Barrier Reefs. Keystone/AP

Woran sieht man die Erholung? Maren Ziegler ist Korallenforscherin an der Universität Giessen (D) und sagt: «Das kann sich auf viele Arten zeigen. Wenn die Korallen gebleicht waren, sieht man eine Erholung daran, dass sie ihre Farbe wiedererlangen.» Das heisst, sie werden wieder farbig, in grün-braun-roten Farben oder manchmal auch lila. «Weiter kann sich ein Riff dadurch erholen, dass sich neue Korallen ansiedeln.» Die Fortpflanzung von Korallen geht so: Sie schwimmen durchs Wasser und suchen geeignete Plätze, an denen sie wieder gut wachsen können. «An einem Riff sieht man, wie viele neue Korallen dort wachsen», so die Expertin.

Das Wichtigste für Korallen ist, dass wir den Klimawandel stoppen und umkehren.

Was braucht es, damit sich Korallen erholen können? Darauf hat die Korallenforscherin eine klare Antwort: «Das Wichtigste für Korallen überall auf der Welt ist, dass wir den Klimawandel stoppen und umkehren. Wenn es immer heisser wird, wird es wenig Chancen für Korallen überall auf der Welt geben, sich zu erholen.»

Auch lokale oder regionale Faktoren spielten eine Rolle. Dabei gehe es einerseits um die Strömungen, die das Riff erreichen. Andererseits sei ein lokaler Faktor der Abfluss über Flüsse. «Durch die Flüsse werden Nährstoffe und Sedimente in Riffe gebracht, was Korallen zusätzlich stresst. Wenn wir den Einfluss dieser lokalen Faktoren reduzieren, geben wir ihnen die Chance, sich besser zu erholen.»

Was gefährdet die Korallen zusätzlich? Zusätzlich zur Erwärmung der Meere sind die schlechte Wasserqualität, korallenfressende Dornenkronen-Seesterne, Wirbelstürme und Unwetter Risiken für Korallenriffe.

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