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Wednesday, October 14, 2026

Jeder zweite Schweizer schiebt seinen Lebenstraum auf

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Studie lässt aufhorchen

Jeder zweite Schweizer schiebt seinen Lebenstraum auf

Drei Viertel aller Schweizerinnen und Schweizer sind laut einer neuen Studie von Helvetia Baloise glücklich. Doch die Hälfte bedauert, mit ihren Lebensträumen zu lange gewartet zu haben. Die Studie zeigt, warum es sich lohnt, fürs eigene Glück mutig zu sein.

Publiziert: vor 18 Minuten

  • Drei Viertel der Schweizer Bevölkerung betrachten sich als vom Glück begünstigt
  • Fast die Hälfte aller Befragten bereut es, zu lange gewartet zu haben, um sich persönliche Lebensträume zu erfüllen
  • 99 Prozent bewerten eine Weltreise und 97 Prozent eine Familiengründung im Nachhinein als positiv
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Ob man sich ein Haus kauft, ein Baby bekommt oder auf Weltreise geht – das hängt nicht nur vom Portemonnaie ab, sondern vor allem vom Mut. Eine neue Umfrage zeigt: Fast die Hälfte aller Schweizerinnen und Schweizer bereut es, mit ihren Lebensträumen viel zu lange gewartet zu haben.

Dabei steht die hiesige Bevölkerung eigentlich auf der Sonnenseite: Drei Viertel (74 Prozent) der 1866 Befragten geben in einer repräsentativen Sotomo-Befragung im Auftrag von Helvetia Baloise an, meistens Glück im Leben zu haben.

Geld macht doch glücklich

Ob man glücklich ist, hängt allerdings stark vom Kontostand ab: Wer ein Äquivalenzeinkommen von über 6000 Franken hat, fühlt sich zu 88 Prozent vom Glück begünstigt. Bei unter 4000 Franken sagen das nur noch 58 Prozent. Am glücklichsten schätzen sich Seniorinnen und Senioren ein. Das Gute: Kaum jemand blickt verbittert zurück. Nur mickrige 3 Prozent meinen, dass ihr Leben überwiegend vom Pech geprägt sei.

Doch die Zufriedenheit täuscht nicht über einen zentralen Fehler hinweg: 49 Prozent geben an, zu lange gewartet zu haben, um sich persönliche Träume zu erfüllen. Bei den 18- bis 49-Jährigen bedauert das mit fast 60 Prozent sogar die Mehrheit. Den Kopf stecken die Schweizer aber nicht in den Sand – sie träumen weiter. Ganz oben auf der Wunschliste stehen weiterhin Gesundheit, Reisen und Wohneigentum.

Mut zahlt sich fast immer aus

Dass Träume aufgeschoben werden, liegt oft an ganz alltäglichen Ängsten. Über einem Drittel fällt es schwer, Nein zu sagen (37 Prozent), Konflikte auszutragen (34 Prozent) oder um Hilfe zu bitten (33 Prozent).

Dabei zeigt der Blick zurück: Mut zahlt sich fast immer aus. 99 Prozent bewerten eine grosse Reise im Nachhinein als positiv, 97 Prozent sind glücklich über die Familiengründung. Sogar schmerzhafte Einschnitte wie eine Trennung erscheinen später bei 69 Prozent in einem guten Licht.

Sotomo-Leiter Michael Hermann bringt es auf den Punkt: «Was im Voraus Mut und Überwindung kostet, wird später häufig als wichtiger und richtiger Schritt im eigenen Leben wahrgenommen.»

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